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Willkommen zu einem Update zu meiner letzten Cardano Prognose. Erneut sind 7 Tage ins Land gezogen und wir wollen überprüfen, ob der Cardano Kurs sich bislang so verhalten hat, wie ich es erwartet habe. Wir erinnern uns: Es geht darum möglichst gute Einstiege für die nächste große Rallye zu identifizieren. Entsprechend habe ich in der letzten Prognose verraten, wo ich die Cardano Coin ADA kaufen möchte. Schauen wir uns also an, ob sich daran etwas geändert hat oder nicht.

Cardano Prognose entwickelt sich hervorragend

Wer sie noch nicht kennt und sich für ADA interessiert, sollte unbedingt meine letzte Cardano Prognose lesen. Dort habe ich im Detail erklärt, wo ich Cardano kaufen werde, um die nächste große Rallye mitzunehmen, von der ich einen Preisanstieg von 100 % oder deutlich mehr erwarte. Doch um für alle Leser noch einmal in Erinnerung zu rufen, wo wir stehen geblieben sind, kommt hier ein kleiner Überblick.

In meiner letzten Prognose habe ich geschrieben, dass ich das Ende der Welle in der Welle v von Welle (v) abwarte, die wiederum das Ende der Welle markiert, bevor ich Cardano bzw ADA kaufen werde. Denn genau an dieser Stelle wäre laut meinem primären Szenario für den Cardano Kurs der perfekte Einstieg für die antizipierte Kursrallye der ADA Coin. Konkret bedeutet dies, dass ich persönlich zwischen 0,26 $ und 0,30 $ Cardano kaufen werde.

Wann Cardano kaufen Sinn macht
Auszug aus der Cardano Prognose vom 1.12.22

Ein entscheidender kurzfristiger Meilenstein war, dass die Welle ein baldiges Ende nimmt, um die Welle ⑤ als letzte Abwärtsbewegung einzuleiten. Wie zuvor diskutiert, wäre eine Kehrwende in der dafür rot unterlegten Zone ein starkes Indiz dafür, dass meine Idee von einem Ending Diagonal als Welle v in dem größeren Ending Diagonal der Welle aufgeht.

Wie der folgende Chart zeigt, hat uns der Cardano Kurs zumindest vorerst das gewünschte Ergebnis geliefert.

Cardano kaufen: Ein Update der Preislevel
Aktueller Cardano Kurs

Unterhalten wir uns also über weitere wichtige Meilensteine auf dem Weg zum Zielbereich.

Weitere Meilensteine für den Cardano Kurs

Damit meine Cardano Prognose auch wirklich aufgeht, wollen wir eine dreiteilige Wellenbewegung sehen. Sie soll den Preis von ADA in den gewünschten Zielbereich führen, ab dem ich persönlich Cardano kaufen werde.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass es sich hier keinesfalls um eine Handelsempfehlung handelt! Doch zurück zum Thema.

Im Anschluss daran erwarte ich, dass wir schon bald eine kleine Gegenbewegung sehen. Diese sollte schon sehr bald erfolgen und den Cardano Kurs zurück auf ca. 31,6 bis 32,4 US-Cents tragen, bevor die letzte Abwärtsbewegung stattfindet.

Cardano Kurs Prognose für die kommende Bewegung

Es sollte natürlich klar sein, dass wir uns hier bereits auf einer Micro-Ebene bewegen. Entsprechend schwer ist es, solche kleineren Bewegungen vorauszusagen. Das gilt vor allem für dreiteilige korrektive Wellenstrukturen, wie ich sie in diesem Szenario erwarte. Diese können nämlich sehr unterschiedlich ausfallen.

Doch sollte es tatsächlich so entwickeln, wie erwartet, ist es uns möglich den Zielbereich eventuell sogar noch einmal etwas genauer anzupassen. Alles weitere folgt in dem nächsten Update zu dem Cardano Kurs in der nächsten Woche.


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GMX ist eine dezentrale Spot- und Perpetual-Börse, die niedrige Swap-Gebühren und Zero-Price-Impact-Trades unterstützt. Zuhause ist die Börse auf Arbitrum und Avalanche, wobei der Handel auf der Plattform durch einen einzigartigen Multi-Asset-Pool unterstützt wird, der Liquiditätsanbietern Gebühren aus Market Making, Swap-Gebühren und Leverage Trading einbringt. Die dynamische Preisbildung wird durch Chainlink Oracles und ein Aggregat von Preisen von führenden Volumenbörsen unterstützt.

In den letzten Monaten hat sich GMX dabei zu der führenden Krypto-Börse für den Handel mit Perpetual Futures gemausert. Doch auch der native Token der Plattform ist außerordentlich erfolgreich. Nicht zuletzt durch seine ausgeklügelte Tokenomics und reale Rendite, die er seinen Haltern bescheren kann.

In diesem Deepdive zu GMX gehen wir der mittlerweile oft kopierten Tokenomics auf den Grund und schlüsseln auf, warum der GMX Token in dem letzten halben Jahr zurecht eine sagenhafte Preis-Rallye hingelegt hat. Des Weiteren decken wir auf, wie hoch die reale Rendite tatsächlich ist und ob der GMX Token nach wie vor eine Investition wert sein könnte.

INHALT
  • GMX ist zum Marktführer im Bereich der dezentralen Futures-Börsen herangewachsen
  • GMX, esGMX, GLP & MP: Ihre Funktion und Rendite
  • GMX V2 soll das Anbieten von Liquidität revolutionieren
  • Die reale Rendite von GMX und GLP Token
  • Bewertungsmodell und Zukunftspotential für den GMX Token

GMX: Der Marktführer der dezentralen Futures-Börsen

Das Design von GMX ist bestechend einfach. Nutzer können, direkt von ihrer Wallet aus, gehebelte Trades durchführen. Die Auswahl der dazu zur Verfügung stehenden Kryptowährungen ist allerdings sehr gering. Lediglich BTC, ETH, LINK und UNI stehen dafür mit einem bis zu 50-fachen Hebel zur Verfügung.

Dennoch erfreut sich die Börse einer steigenden Beliebtheit und ist mit einem gestrigen Tagesvolumen i.H.v. 426,5 Millionen US-Dollar (Stand: 3.4.23) der absolute Marktführer der Branche. Das gilt auch hinsichtlich der generierten Gebühren von 606.000 $ an einem einzigen Tag! Die tägliche Anzahl an aktiven Nutzern wird lediglich durch die Vela Exchange übertroffen. Da GMX aber ein Vielfaches des dortigen Volumens aufweist, ist klar, dass die Börse definitiv der Anlaufpunkt für Trader mit mehr Kapital ist.

Volumen, Nutzer und Einnahmen verschiedener Börsen
Quelle: Dune Dashboard von @shogun

Insgesamt besitzt GMX damit knapp 50 % des gesamten Volumens. An dieser Stelle muss allerdings angemerkt werden, dass beispielsweise dYdX nicht Teil dieser Betrachtung ist. Dennoch unterstreichen diese Daten die Relevanz der Börse in dieser Nische.

Dieser Siegeszug der Plattform spiegelt sich ebenfalls in dem Preisverlauf des nativen Token GMX wieder. Seit Juni ist dessen Preis um 470 % gestiegen und das inmitten einem Bärenmarkt für Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). Das ist allem voran der ausgeklügelten Tokenomics zu verdanken, die wir uns nun im Detail ansehen.

Tokenomics von GMX

Insgesamt gibt es vier Token im Ökosystem der Krypto-Börse: GMX, esGMX, Multiplikator-Punkte und GLP. Im Folgenden wollen wir uns genauer anschauen, welche Funktion jeder dieser Token besitzt. Anfangs kann das gesamte Zusammenspiel etwas komplex erscheinen, allerdings ist es, erst einmal richtig verstanden, bestechend einfach und dennoch clever.

GMX

Der native Vermögenswert der Börse und Protokoll-Governance ist der gleichnamige GMX Token. GMX erwirtschaftet Einnahmen durch Swap-Gebühren, Leihgebühren für Leveraged Trading, Liquidationen und die Prägung und Verbrennung des GLP Token. Diese Gebühren werden teilweise an die Staker des GMX Tokens in Form von drei verschiedenen Arten von Belohnungen verteilt. Diese sind escrowed GMX (esGMX), Multiplikator-Punkte und Belohnungen in ETH bzw. AVAX (je nachdem ob auf Arbitrum oder Avalanche gestakt wird).

esGMX

Es existieren auch die escrowed GMX Token (esGMX). Anders als reguläre GMX Token sind esGMX Token nicht übertragbar und daher ausschließlich auf der Plattform der Krypto-Börse für zwei Funktionen nutzbar. Entweder können Halter esGMX staken, um die gleiche Menge an Belohnungen zu verdienen, wie durch das Staken eines regulären GMX Tokens oder sie können diese durch einen Vesting-Vertrag über eine gewisse Dauer hinweg in reguläre GMX Token umwandeln.

Für Letzteres ist zu beachten, dass die Menge an regulären GMX Token, mit Hilfe welcher die esGMX verdient wurden, für die Zeit des Vestings reserviert werden. Diese reservierten Token verdienen zwar immer noch Belohnungen, können allerdings während des Vorgangs nicht mehr abgezogen werden. Diese Vesting-Dauer beträgt 365 Tage. Über diese Zeitspanne hinweg wird die gleiche Menge an GMX Token sekündlich und linear nach und nach freigeschaltet. Im Gegensatz zu den reservierten Token können die Staker die freigeschalteten Teilmengen jederzeit als GMX Token abziehen. Das folgende Schaubild soll die Logik dahinter für GMX-Staker auf Arbitrum verbildlichen.

esGMX und seine Funktionen

esGMX Token, die seine Besitzer in reguläre GMX Token umwandeln, verdienen allerdings während der gesamten Vesting-Dauer keine Belohnungen mehr. Nutzer haben zudem die Möglichkeit die Reservierung ihrer GMX Token jederzeit aufzuheben, allerdings wird dann die Umwandlung der esGMX Token unterbrochen.

Mit dem 5. April 2023 ist die Ausschüttung von esGMX Token als Belohnung allerdings vorerst auf unbestimmte Zeit gestoppt. Lediglich ein Governance-Beschluss könnte diese wieder aktivieren, sodass GMX-Staker aktuell ausschließlich 30 % der Plattform-Gebühren in Form von ETH oder AVAX ausgezahlt bekommen (Stand: 5.5.23).

Multiplikator-Punkte

Multiplier Points (Multiplikator Punkte = MP) belohnen Langzeit-Staker des Protokolls. Jeder gestakte (es)GMX Token generiert 1 MP pro Jahr, der ebenfalls linear und in jeder Sekunde über diesen Zeitraum zugeteilt wird.

Empfänger können ihre MP über die Schaltfläche „Compound“ staken, um den Verdienst ihrer Belohnungen zu erhöhen. Jeder MP erhöht den Verdienst in ETH/ AVAX mit der gleichen Rate wie ein regulärer GMX Token.

Multiplier Points auf GMX
Quelle: App von GMX

Wenn der Nutzer (es)GMX aus dem Staking abzieht, wird die proportionale Menge an MP verbrannt. Wenn zum Beispiel 1.000 GMX gestakt waren, die bisher 500 MP verdient haben, werden bei der Entnahme von 300 GMX genau 150 (300 / 1.000 * 500) MP verbrannt. Das Dashboard zeigt unter „Boost Percentage“ die Steigerungsrate des Verdienstes an, die durch das Staken von MP erzielt wird.

Durch diesen von GMX eingeführten, cleveren Mechanismus, erhalten Staker zusätzliche Belohnungen, um so länger sie staken, ohne dass dabei der native Token inflationiert wird.

GLP

GLP ist der Token den Liquiditätsanbieter der Plattform erhalten. Er besteht aus einem Index von Vermögenswerten, die für den Swap- und Leverage-Handel verwendet werden. Es kann mit jedem in dem Index vorhandenen Vermögenswerten geprägt und für die Einlösung jedes Indexwertes verbrannt werden.

Index des GLP Token auf GMX
Quelle: App von GMX

Die Liquiditätsanbieter tragen allerdings auch einige nennenswerte Risiken. Dazu gehört natürlich das allgemeine Smart Contract Risiko. So könnte ein Hacker beispielsweise durch Schwachstellen im Code dem Protokoll Gelder entziehen. Auch das Risiko verursacht durch die Gegenpartei ist nennenswert. Umso profitabler die Händler unter dem Strich auf GMX sind, desto mehr Geld wird ihnen aus dem Liquiditätspool auf Kosten der Liquiditätsanbieter ausgezahlt.

Um sie für diese Risiken zu kompensieren erhalten sie 70 % der Plattformgebühren, die auf Arbitrum in ETH und auf Avalanche in AVAX ausgezahlt werden.

Zusammenfassung zu der Tokenomics

Fassen wir also alles noch einmal in Kürze zusammen. Der native Governance-Token der Börse ist GMX. Ihn können seine Halter auf der Plattform staken, um an 30 % aller generierten Gebühren zu verdienen. Diese Rendite wird je nach Chain (Arbitrum oder Avalanche) in ETH oder AVAX ausgezahlt und stellt damit eine reale Rendite dar.

Vor Kurzem haben Staker auch esGMX, die Escrow-Version des GMX Tokens verdient. Dieser ist nicht handelbar, sondern kann dem regulären Token gleichwertig gestakt werden oder aber über den Vesting-Vertrag in die äquivalente Menge an regulären GMX Token umgewandelt werden. Diese Umwandlung erfolgt stetig und linear über 365 Tage hinweg.

Staker von GMX und esGMX verdienen zudem MP, die eine Art von Loyalitätspunkten darstellen. Mit je 1 (es)GMX verdienen Staker über ein Jahr hinweg 1 MP, der ebenfalls linear und stetig freigegeben wird. Staker können ihre MP ebenfalls auf dem Protokoll staken, um ihre Einnahmen zu vergrößern. Dabei verdient ein gestakter MP dieselbe Menge an Belohnungen wie ein gestakter (es)GMX. MPs verfallen allerdings anteilig, wenn gestakte GMX Token von der Plattform abgezogen werden.

Während sich also alle gestakten GMX, esGMX und MP die 30 % der Protokolleinnahmen teilen, gehen die restlichen 70 % an die Liquiditätsanbieter, die für ihre Dienste den GLP Token erhalten. Doch hinsichtlich der Art und Weise, wie Liquidität auf GMX hinterlegt wird, soll sich zukünftig eine Menge ändern.

GMX V2 bringt separierte Märkte für mehr Risikoisolierung

Zu dem geplanten Update V2 ist noch kaum etwas bekannt. Weder existiert ein offizieller Artikel noch sonst etwas in dieser Richtung. Lediglich die Dokumentation auf Github gewährt erste Einblicke auf das, woran die Entwickler von GMX aktuell werkeln.

Trader werden einen Index-Token in einzelnen Märkten handeln. Für jeden dieser Märkte existiert ein Short- und ein Long-Token, die als Sicherheiten, bzw. Liquidität dienen. Aus ihnen wird auch jeweils der Gewinn für profitable Trader ausgezahlt. Das erlaubt Liquiditätsanbietern sich ganz klar in einer Richtung zu positionieren. Das wird deutlich, wenn wir das Ganze an einem konkreten Beispiel durchgehen.

Wie bereits geschrieben, wird es einzelne gesonderte Märkte geben. Beispiele hierfür wären ein Markt zum Handeln von BTC/ETH oder ein Markt zu ETH/USD. Der ETH/USD-Markt weist (wie zukünftig jeder Markt auf GMX) getrennte Liquidität in Form von Long- und Short-Token auf. Liquiditätsanbieter zahlen für Long-Token ETH, und für Short-Token Stablecoins ein. Der Index-Token ist ETH.

Liquiditätsanbieter können sich also entweder long oder short gegenüber ETH positionieren, um Liquiditäts-Token zu prägen. Die Liquidität für Long-Token wird zur Absicherung von Long-Positionen und die der Short-Token zur Absicherung von Short-Positionen verwendet. Schließt ein Händler also beispielsweise eine profitable Long-ETH-Position, wird dieser Profit aus der Liquidität hinter den Long-Token ausgezahlt.

Liquiditätsanbieter übernehmen also die Gewinne und Verluste von Händlern für den Markt, für den sie Liquidität bereitstellen. Getrennte Märkte ermöglichen eine Risikoisolierung, da Liquiditätsanbieter nur den Märkten ausgesetzt sind, in die sie einzahlen. Das ist ein großer Unterschied zu dem jetzigen Mechanismus, bei dem GLP Token-Halter durch einen Index-Token Liquidität für alle verfügbaren Vermögenswerte bereitstellen und damit die Gewinne und Verluste von Händlern aller Handelspaare und -richtungen tragen.

V2 soll zudem auch das Onboarding neuer Märkte (Handelspaare) zukünftig erleichtern. Damit könnte das bislang noch geringe Angebot stark erweitert werden und weiteres Volumen anziehen.

Rendite-Aussichten für GMX und GLP Token

Wir wissen also mittlerweile, dass die Krypto-Börse reale Renditen an ihre Stakeholder, die GMX, esGMX, MP und GLP halten, bzw. staken, auszahlt. Doch wie hoch ist die erwartete Rendite für neue Investoren?

Die tatsächliche Rendite ist natürlich nicht genau zu prognostizieren. Sie ist nämlich von dem zukünftigen Volumen auf GMX und der Anzahl der insgesamt gestakten Token abhängig. Wir können allerdings aufgrund der vergangenen und aktuellen On-Chain-Daten Schätzungen ableiten und genau das wollen wir jetzt tun. Das wird uns ein besseres Gefühl von den potentiell zu erwartenden Renditen vermitteln.

Hierfür betrachten wir die in diesem Jahr bislang generierten Protokolleinnahmen (=Gebühren) und die aktuelle Menge an gestakter Token, bzw. der hinterlegten Liquidität.

Rendite des GMX Tokens

Laut den Daten von Token Terminal haben Staker des (es)GMX Token in den Monaten Januar, Februar und März insgesamt 15,23 Millionen US-Dollar verdient. Derzeit werden zudem laut den Daten auf Dune 8.622.606 GMX und esGMX Token gestakt. (Im Rahmen dieser Rechnung nehmen wir einfach an, dass diese Token bereits seit Anfang Januar gestakt waren, was de facto natürlich nicht der Fall war. Es wird uns allerdings erlauben, das zukünftige Renditepotential für neue GMX-Investoren besser abzubilden.)

Finanzbericht für GMX von Token Terminal
Quelle: GMX Financial Statement von Token Terminal

Das bedeutet, dass jeder (es)GMX Token im ersten Quartal von 2023 knapp 1,77 $ an realer Rendite (ausgezahlt in ETH oder AVAX) verdient hat. Die Emission der esGMX Token in dieser Zeitspanne lassen wir an dieser Stelle außen vor, da sie Anfang April zu Ende ging und damit für unsere zukünftige Betrachtung der Rendite keine Rolle mehr spielt.

Margin-Gebühren auf GMX
Quelle: Dune-Dashboard von @shogun

Wie die obigen Daten zeigen, befinden sich die Margin-Trading-Gebühren in einem stetigen Wachstum. Für unsere Betrachtung gehen wir allerdings davon aus, dass die Protokolleinnahmen im ersten Quartal von 2023 auch repräsentativ für die darauf folgenden Quartale sind. Das erlaubt uns eine potentielle reale Jahresrendite des GMX Tokens zu ermitteln.

Des Weiteren müssen wir als potentielle neue Investoren und Staker ebenfalls die Menge an bereits hinterlegten MP berücksichtigen. Diese verschaffen den Einlagen bereits länger involvierter Staker ein höheres Gewicht als unseren neuen und vermindern damit unseren Anteil an den Protokolleinnahmen.

Laut Dune-Daten beträgt die aktuelle Menge gestakter MP 6.768.149. Addieren wir diesen Wert zu den bereits bekannten Wert für gestakte GMX und esGMX Token hinzu, erhalten wir 15.430.755 derzeit gestakte GMX und äquivalente Token. Gemessen an den Einnahmen im ersten Quartal von 2023, besitzt jeder neu gestakte GMX Token damit nur ein Renditepotential von knapp 0,99 $ pro Quartal. Bei einem aktuellen GMX Kurs (Stand: 5.4.23) von 79 $ entspräche das einer potentiellen realen Jahresrendite i.H.v. 5,01 %.

Rendite des GLP Tokens

Die Daten auf Token Terminal offenbaren uns glücklicherweise auch direkt, wie viele Gebühren Liquiditätsanbieter im ersten Quartal diesen Jahres verdient haben. Es waren insgesamt 35,54 Millionen US-Dollar, ebenfalls ausgezahlt in ETH oder AVAX.

Im GLP Pool auf Avalanche sind derzeit 91.318.776 $ und auf Arbitrum 497.576.636 $ an Liquidität hinterlegt (Stand: 5.4.23). In der Summe ergibt dies 588.895.412 $. Gemessen an den Einnahmen hat jeder in GLP hinterlegte US-Dollar im ersten Quartal 0,06 $ verdient. Daraus ergibt sich eine reale Jahresrendite von 24,14 %.

Schlussfolgerung

Diese Annäherung an die zukünftig erwartete Rendite ist alles andere als perfekt. Wie gesagt, handelt es sich um eine Annäherung. Dennoch gibt sie uns ein gutes Gefühl für die in etwa zu erwartende Rendite unter Berücksichtigung der aktuellen Gegebenheiten.

Die erwartete reale Jahresrendite von GLP-Haltern liegt mit 24,14 % deutlich über der von GMX Token mit gerade einmal 5,01 %. Doch ist die Rendite nicht alles. Sie berücksichtigt natürlich nicht das Potential zur theoretischen Wertsteigerung, welches dem GMX Token innewohnt. Dieses decken wir im Folgenden allerdings noch ab. Zuvor sei allerdings noch erwähnt, dass diesen Renditen verschiedene Risiken gegenüberstehen. Die von GLP Token-Haltern haben wir bereits besprochen. Die von GMX sind natürlich ebenfalls das Smart Contract Risiko und die Preisvolatilität des Tokens selbst.

Für GLP Token-Halter gibt es zudem noch verschiedene Strategien, um ihre Rendite zu steigern. Verschiedene Protokolle bieten Vaults an, welche die Rendite enorm steigern können. Doch diese zusätzliche Rendite geht natürlich Hand in Hand mit zusätzlichen Risiken und sollen nicht Gegenstand dieser Analyse sein.

Ist der GMX Token eine Investition wert?

Wenn wir uns vor Augen halten, welche Einnahmen GMX generiert, ist es nicht verwunderlich, warum sich der Preis des GMX Tokens in dem letztem halben Jahr vervierfacht hat. Die Krypto-Börse ist derzeit der Marktführer im Bereich der dezentralen Perceptual Futures Börsen, nachdem der ehemalige Spitzenreiter dydx aufgrund seiner eindeutig nachteiligen Tokenomics das Siegerpodest freimachen musste.

Wir haben zudem anhand der Daten gesehen, dass das Volumen und die generierten Protokolleinnahmen trotz des steigenden Wettbewerbs kontinuierlich anwachsen. Die Annahme liegt nahe, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Vor allem mit GMX V2 am Horizont, gleich wenn noch nicht bekannt ist, wann dieses Update kommen wird. All das setzt natürlich voraus, dass zukünftig nichts unerwartetes passiert, was dieser Entwicklung im Weg stehen würde. Gemeint sind technische Mängel, Fehlverhalten des Teams, große Änderungen an der Tokenomics und Ähnliches.

Entscheidend für meine Abschätzung ist allerdings, wie meine persönliche Einschätzung hinsichtlich der Wertentwicklung des GMX Tokens für den Zeithorizont meiner Investition ausfällt. Die Wertentwicklung von GMX gegenüber ETH ist für mich allerdings alles andere als eindeutig. Im Kontext der folgenden Charts möchte ich erklären warum.

Szenario 1: Welle (ii)

GMX Prognose gegenüber ETH
Quelle: Dexscreener Chart GMX/WETH

Wie wir erkennen können, bewegt sich GMX gegenüber ETH seit August letzten Jahres in einem aufwärtsgerichteten Trend-Channel. Wir kennen natürlich die Weisheit, dass Trends eher dazu neigen, sich fortzusetzen, anstatt sich umzukehren. Dennoch habe ich hier meine Zweifel, da, wie von mir eingezeichnet, eventuell bereits eine vollständige Impulswelle (i) abgeschlossen sein könnte. In dem Fall würde in den kommenden Monaten eine Korrektur auf bis zu 0,02 ETH möglich sein. Das entspräche -51 %.

Szenario 2: Welle (i)

Theoretisch könnte die Welle v auch noch nicht abgeschlossen sein. Sie könnte sich ausdehnen und einen weiteren Aufwärtsschwung einleiten (was ich für unwahrscheinlicher halte) oder aber ein Ending Diagonal ausformen. Letzteres würde sehr tiefe Korrekturen auf bis zu 0,01 ETH theoretisch denkbar machen, auch wenn dies nicht meinem Erwartungswert entsprechen würde. Daraus ergibt sich allerdings ein maximaler Wertrückgang von bis zu -75 %

GMX Kurs Prognose mit Ending Diagonal
Quelle: Dexscreener Chart GMX/WETH

Szenario 3: Welle (iii)

Die bullische Auslegung wäre, dass sowohl die Welle (i) als auch Welle (ii) bereits abgeschlossen ist. Damit befänden wir uns in Welle ii der Welle (iii). Das Mindestkurziel, welches sich hiervon ableitet, liegt bei rund 0,1 ETH. Damit ergibt sich eine erwartete Wertsteigerung von mindestens 144 %.

GMX Kurs Prognose mit einer Welle 3
Quelle: Dexscreener Chart GMX/WETH

Berechnung eines Erwartungswertes durch eine probabilistische Vorhersage:

Nicht immer ergibt sich ein klar zu favorisierendes Muster auf dem Chart. In einem solchen Fall müssen wir diese Unsicherheit (= Risiko) mit berücksichtigen, in dem wir jedes dieser Szenarien mit einer Wahrscheinlichkeit betiteln. Das erlaubt uns, einen Erwartungswert für die Wertentwicklung des GMX Tokens abzuleiten. Das Ganze nennt sich probabilistische Vorhersage.

Mit Blick auf den Volumenverlauf und die Momentum-Indikatoren hat für mich Szenario 1 eine Wahrscheinlichkeit von 40 %, Szenario 2 eine Wahrscheinlichkeit von 35 % und Szenario 3 eine Wahrscheinlichkeit von 25 %. Bei einem konservativen (eher Risikoscheuen) Ansatz, ergibt sich damit der folgende Erwartungswert (Ew):

Ew = 0,4 * -51 % + 0,3 * -75 % + 0,25 * 144 % = -6,9 %

Mit einem negativen Erwartungswert können wir die Beurteilung an dieser Stelle (Stand: 5.4.23) damit erst einmal abbrechen. Für mich persönlich ergibt sich mit einem Zeithorizont von 3-5 Monaten aktuell kein Einstieg. Besitzt Du einen Zeithorizont von etwa 2 Jahren, würde sich hier mit Sicherheit ein ganz anderes Bild abzeichnen. Doch fühle ich mich aktuell nicht wohl, Altcoins zu lange zu halten.

Sollte der GMX Kurs gegenüber ETH in den kommenden Monaten tatsächlich weiter korrigieren, könnte sich all das ändern. Wie gesagt, ist das Projekt fundamental stark und hat für mich durchaus noch weiteres Wachstumspotential. Nur ergibt sich nach meiner Vorgehensweise zur Bewertung eines Tokens derzeit kein Einstieg in den GMX Token. Ich werde ihn und das gesamte Protokoll im Blick behalten. Eventuell findet sich in den folgenden Monaten ein Einstieg, denn grundsätzlich bin ich zur Zeit stark daran interessiert, in das Protokoll zu investieren.

Disclaimer: Alle Inhalte auf Bitcoin-Bude sind ausschließlich zur Unterhaltung und Wissensvermittlung erstellt worden und spiegeln lediglich die persönliche Meinung der Autoren wider. Weder wird hier direkt noch versteckt zu einer Handlung am Markt aufgerufen. Kryptowährungen sind extrem risikoreich und können zum Totalverlust der Investition führen und auch die Nutzung von Smart Contracts birgt Risiken in sich. Wer hier besprochenes nachbilden möchte, tut das auf eigene Verantwortung und eine Haftung seitens Bitcoin-Bude und der Autoren ist ausgeschossen.

Das auf der Blockchain basierende Orakel-Netzwerk Chainlink hat offiziell seine Staking-Funktion eingeführt. Dadurch möchte das Projekt, das die LINK Coin als nativen Vermögenswert führt, die Wirtschaftlichkeit und Sicherheit seiner Orakeldienste erhöhen. Diese Chainlink News erfolgen als ein Bestandteil der „Chainlink Economics 2.0“ Bemühungen des Projektes, die sich auf Sicherheit und nachhaltiges Wachstum konzentrieren.

Chainlink eröffnet LINK Staking für jedermann

Vor der Einführung der Staking-Funktion mussten Chainlink-Nutzer einen eigenen Node starten, um in den Genuss der Belohnung in Form der LINK Coin zu gelangen. Mit dem neu eingeführten Staking-Mechanismus eröffnet Chainlink nun die Tür für alle Halter der LINK Coin. Dies soll gleichzeitig zu der Erhöhung der Sicherheit der Orakel-Plattform beitragen. Um so mehr LINK gestakt wird, desto kostspieliger wäre in der Theorie eine Attacke auf das Netzwerk.

Sergey Nazarov, der Mitbegründer von Chainlink, sagte, dass dieser Start die Grundlage für Chainlink Economics 2.0 ist und schließlich verbessert wird. Er erklärte:

Während das Netzwerk weiter expandiert, wird Chainlink Staking sich weiterentwickeln und verbesserte Sicherheit in unserem Ökosystem und im gesamten Web 3 bieten.

Laut dem Chainlink-Team ist es das oberste Ziel, dass die Sicherheit des Netzwerks mit dem steigenden Wert, der in den von Chainlink betriebenen Anwendungen gesichert wird, Schritt hält. Nur so kann die reibungslose Funktionsweise der Plattform garantiert werden, die kontinuierlich neue Orakelservices für verschiedene Blockchains veröffentlicht. Nazarov erklärte dies:

Das Chainlink-Netzwerk hat erfolgreich skaliert, um einen bedeutenden und wachsenden Anteil von DeFi und vielen anderen neuen Smart-Contract-Vertikalen zu unterstützen und in diesem Jahr einen Transaktionswert von mehr als 6,6 Billionen US-Dollar zu ermöglichen.

Am 29. November stieg der LINK Kurs einige Tage vor der Einführung der Staking-Funktion an. Ein Hinweis darauf, dass Spekulanten davon ausgehen, dass die Einführung des Staking die Nachfrage nach der Chainlink Coin und den Orakeldiensten der Plattform ankurbeln wird.


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PEPE ist der Ticker der Meme Coin, die aktuell Zocker am Krypto-Markt zu Millionären macht. Benannt ist sie nach der altbekannten froschartigen Cartoon-Figur, die als Pepe the Frog zur Meme-Ikone wurde.

In weniger als fünf Tagen ist die Marktkapitalisierung von quasi nichts auf aktuell 116 Millionen US-Dollar gestiegen. Laut Coingecko handelt es sich damit bereits jetzt um die sechstgrößte Meme Coin am Krypto-Markt.

Top Meme Coins nach Marktkapitalisierung
Quelle: Coingecko

Wie es nun mal so üblich ist, versuchen andere nun auf diesen Zug aufzuspringen. Der Hype rundum Meme Coins ist aktuell so real wie damals in 2021 rundum SHIB und DOGE. Doch dreht es sich diesmal weniger um japanische Hunde und dafür vielmehr um altbekannte Krypto-Memes.

So hat der Erfolg von PEPE Entwickler dazu angespornt, ähnliche Projekte ins Leben zu rufen. WOJAK, benannt nach einer anderen beliebten Meme-Figur aus dem Bereich der Kryptowährungen, ist hierfür ein gutes Beispiel. Sie wurde erst diesen Montag am 17. April gestartet und hat bereits eine Marktkapitalisierung von 18,3 Millionen US-Dollar erreicht.

Pepe the Frog und Wojak (Krypto-Memes)
Pepe the Frog (links) und Wojak (rechts)

Zweifelsohne ein fragiles Konstrukt. Doch Meme Coins machen Spaß und bedienen den Traum vieler Spekulanten mit ein wenig Glück schlagartig ein Vermögen zu machen. Damit gehören sie zur Krypto-Kultur wie die Butter zum Brot.

Sie sind aber auch ein zweischneidiges Schwert. Sie haben in der Regel keinen Anwendungsfall und ihre Preis-Performance hat seinen Ursprung in einer rein sozialen Komponente. The Greater Fool Theorie beschreibt ihren Mechanismus wohl am treffendsten.

Die Theorie besagt, dass es immer einen „größeren Narren“ auf dem Markt geben wird. Einer der bereit ist, für ein bereits überbewerteten Vermögenswert einen höheren Preis zu zahlen. Doch irgendwann hat jeder Anstieg ein Ende und die Korrektur ist meistens so harsch wie es der vorige Anstieg war.

PEPE Kurs Rallye
Quelle: Dexscreener PEPE

Das macht Investitionen in solche Meme Coins, wie es PEPE und WOJAK sind, hoch spekulativ und extrem risikoreich. Investoren müssen hier damit rechnen, ihr eingesetztes Kapital vollständig zu verlieren. Doch der Traum lebt vorerst weiter. PEPE to 1 $ heißt es aktuell auf Krypto-Twitter. Ein mehr als unrealistisches Szenario, doch es gibt Anlegern das Gefühl selbst jetzt noch früh genug einzusteigen. A greater fool is found.


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Alternative Layer-1 (L1)-Chains waren vor ein paar Jahren ein großes Thema. Polygon, Solana, Cardano, BNB Chain und Avalanche sind einige der prominentesten Namen, die als sogenannte Ethereum-Killer in das Rennen um die Vorherrschaft der Smart-Contract-Chains geschickt worden.

Als potentielle Konkurrenzprodukte von Ethereum (ETH) haben ihre nativen Vermögenswerte während des letzten Bullruns wahnwitzig hohe Bewertungen erreichen können. Ihre Narrative lautete, dass sie dort punkten, wo Ethereum versagt hat.

Unverhältnismäßig hohe Transaktionsgebühren auf Ethereum hatten die Nutzer direkt in die Arme konkurrierender L1-Chains getrieben. Mittlerweile dürfte aber für jeden klar sein, dass Ethereum das L1-Rennen für sich entschieden hat. Mit ihren Layer-2 (L2)-Chains wie Arbitrum, Optimism, sowie weiteren in der Mache scheint zudem das Skalierungsproblem passé zu sein.

Das alles wirft eine interessante Frage auf. Wofür braucht der Bereich der Kryptowährung überhaupt noch andere L1-Chains wie Polygon, Solana, Cardano, BNB Chain und Avalanche? Werden sie in den kommenden Jahren langsam aussterben, oder sich in etwas anderes verwandeln? Vielleicht bieten sie auch nach wie vor einen bestechenden Mehrwert, den selbst die L2 von Ethereum derzeit noch nicht bieten können.

In der heutigen Ausgabe des englischsprachigen Newsletter von Ignas von DeFi Research, hat er eine, wie ich finde, äußerst interessante AMA-Runde mit Sanket Shah, dem Leiter der Abteilung für Wachstum bei Polygon geführt. In dem Interview konfrontierte er ihn mit harten, aber fairen Fragen zu Polygon (MATIC) und seiner Zukunft.

INHALT
  • Ist die PoS-Chain von Polygon inmitten von L2-Chains überflüssig geworden?
  • Warum das Team auf technische Diversifizierung setzt
  • Was ZK-Lösung ist besser: Polygons zkEVM oder die zkSync Era? 
  • Wie das Endgame von Polygon aussieht

Wird Polygons PoS-Chain in der Ära von L2-Chains nicht überflüssig?

Polygon, früher bekannt als Matic Network, wurde 2017 als Skalierungslösung für Ethereum eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur sehr wenige Skalierungslösungen, die sich demselben Problem widmeten.

Das änderte sich allerdings schnell und wenige Jahre später sah sich Polygon mit einem stetig wachsenden Wettbewerb konfrontiert. Laut Sanket Shah war das der Grund, warum Polygon sich dazu entschied, von einer Sidechain von Ethereum zu einer Multi-Chain-Skalierungslösung heranzuwachsen.

In diesem sich schnell entwickelndem und innovativen Bereich sind die einzelnen Terminologien nicht immer ganz eindeutig. So ist auch nicht jedem klar, was der Unterschied zwischen einer Sidechain wie Polygon und einer L2-Skalierungslösung wie Arbitrum ist. Im weiteren Sinne werden sie nach wie vor über einen Kamm geschert. Doch das ist, streng genommen, nicht richtig.

Eine Sidechain wie Polygon weist eine starke technische Nähe zu Ethereum auf. Das macht den Übergang von dezentralen Anwendungen (dApps) und Vermögenswerten extrem leicht. Die Blockverarbeitung läuft allerdings parallel zu der von Ethereum.

Sidechains vs. L2-Chains

L2-Skalierungslösungen wie Arbitrum und Optimism verbuchen hingegen ihre gebündelten Transaktionen nach wie vor direkt auf der Blockchain von Ethereum. Daher wächst Ethereum auch immer mehr zu einer reinen Abwicklungsschicht heran.

Sanket Shah formulierte es, wie ich finde, sehr treffend. Er sagte, dass sich Ethereum von einer B2C-Chain zu einer B2B-Chain transformiert, wobei Transaktionen mit hohem Wert weiterhin Ethereum als Abwicklungsschicht nutzen werden.

Eine ähnliche Zukunft sieht er ebenfalls für Polygon. Des Weiteren glaubt er, dass weitere L1-Chains, die für spezifische Anwendungsfälle optimiert sind, durchaus eine Zukunft haben können. So ist Cosmos ein gutes Beispiel für eine Chain, die sich auf anwendungsspezifische Fälle konzentriert.

Sogenannte App-Chains werden in dieser Hinsicht immer mehr zu einem interessanten Thema im Bereich der Kryptowährungen. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die dezentrale Krypto-Futures-Börse dydx. Sie hat ihre mit Hilfe von Starknet entwickelte L2-Chain aufgegeben, um auf Cosmos eine eigene App-Chain zu bauen.

Warum Polygon so viele Skalierungslösungen entwickelt

Derzeit besitzt Polygon drei Hauptprodukte. Das erste ist die Polygon PoS-Chain, die laut Sanket Shah zukünftig, ähnlich wie Ethereum, zu einer Abwicklungsschicht heranreifen soll. Die zweite ist Polygon zkEVM, was eine ZK-basierte L2-Skalierungslösung ist. Zu guter Letzt gibt es noch die Polygon Supernets. Letzteres ist ein Framework, das es ermöglicht, dedizierte Blockchains für spezifische Anwendungsfälle zu erstellen. Ähnlich wie es bei Cosmos der Fall ist.

Darüber hinaus existiert auch Polygon Miden für die Erforschung einer Stark-basierten virtuellen ZK-Maschine, die Nicht-EVM-Anwendungsfälle unterstützen wird.

Produktpalette von Polygon
Quelle: Twitter, Ignas von DeFi Research

Eine weitere Frage war daher, warum Polygon an so vielen verschiedenen Skalierungslösungen arbeitet, anstatt sich nur auf eine einzige zu konzentrieren. Eine faire Frage, denn schließlich ist oftmals die Spezialisierung der Schlüssel zum Erfolg.

Sanket Shah erklärte darauf hin, dass Polygon zwischen sogenannten Shared Chains (erlaubnisfreie öffentliche Chains) und Dedicated Chains (anwendungsfallspezifische Chains) unterscheidet.

Bei der PoS-Chain von Polygon und der zkEVM handelt es sich um Shared Chains. Sie sind für allgemeine Anwendungsfälle gedacht. Anwendungsspezifische Chains werden hingegen mit Hilfe des Supernet-Frameworks von Polygon erstellt. Sie konzentrieren sich auf spezifische Anforderungen, wie sie beispielsweise Spiele mit sich bringen. Ein Beispiel hierfür ist die Immutable zkEVM und die geplante Chain des Spielestudios Nexon.

Polygon zkEVM vs. zkSync Era

Eine besonders interessante Frage ist natürlich, wie sich Polygons zkEVM-Lösung von konkurrierenden Produkten abhebt. Insbesondere, da ein Wettbewerber mit zkSync Era ein bereits fertiges Produkt auf den Markt geworfen hat.

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Warum also sollten dApps auf Polygon zkEVM anstatt auf zkSync Era aufbauen?

Sanket Shah sieht in der reibungslosen Erfahrung, die Polygons zkEVM Entwicklern bietet, einen klaren Vorteil. Mit ihrer EVM-Äquivalenz können Entwickler ihre Ethereum-Kontrakte einfach auf zkEVM umstellen, ohne irgendwelche Änderungen vorzunehmen. Laut Sanket Shah steht allein das in einem starken Kontrast zu seinem Kontrahenten. Er erklärte diesbezüglich:

Im Gegensatz dazu erfordert zkSync eine Transpilierung und zusätzliche Schritte, die zu Sicherheitsbedenken führen können. Wir haben auch den Onboarding-Prozess für Entwickler optimiert, wie es bei unserer PoS-Lösung der Fall ist. Der Prover von zkSync hingegen ist eine Blackbox ohne veröffentlichte Sicherheitsauditberichte, was zu potenziellen Problemen führen kann.

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal sei die Leistung. Polygon soll den weltweit schnellsten und kosteneffizientesten Prover entwickelt haben.

Hier ist wichtig zu wissen, dass ein Zero-Knowledge-Beweis eine Möglichkeit darstellt, die Gültigkeit einer Aussage zu beweisen, ohne die Aussage selbst preiszugeben. Der „Prover“ ist dabei die Partei, die versucht, eine Behauptung zu beweisen, während der „Verifier“ für die Validierung der Behauptung verantwortlich ist. In der Welt von ZK ist es der Prover, der eine entscheidende Komponente darstellt, um die einzelnen Plattformen voneinander zu unterscheiden.

Sanket Shah betont zudem, dass einige Aspekte von zkSync, wie z. B. die Dokumentation und das Fehlen von Prüfnachweisen, übereilt erscheinen. Daher glaubt er, dass Polygon zkEVM im Vergleich zu zkSync Era eine entwicklerfreundlichere und robustere Lösung bietet.

Andere sind anderer Meinung…

Etwas anders sieht das Adam Cochran, ein bekannter Analyst im Bereich der Kryptowährungen. Er behauptete in einem Tweet, dass Era aufgrund von drei Dingen besser sei.

Zu aller erst bietet die Lösung einen klaren Weg zur Dezentralisierung des Sequenzers. Ein solcher Sequencer ist für die Sortierung von Transaktionen zuständig und zeichnet die Transaktionen auf der jeweiligen Blockchain auf. Damit ist er eine Schlüsselkomponente für jede Blockchain.

Laut Sanket Shah wolle Polygon die Dezentralisierung nicht überstürzen und der einwandfreien Funktionalität den Vorrang geben. Des Weiteren arbeiten, laut ihm, derzeit alle L2-Chains mit zentralisierten Sequenzern.

Doch Adam Cochran hat bereits einen weiterer Grund dafür parat, warum er die zkSync Era favorisiert. Denn laut ihm würde das Team von Polygon einen Tech-Stack nutzen, der mit jedem Ethereum-Upgrade technische Schulden verursacht.

Solche technische Schulden entstehen, wenn Entwicklungsteams eine schnelle Fertigstellung gegenüber einem möglichst perfekten Code priorisieren. Ein solches Vorgehen führt oftmals zu aufwendigen und komplizierten Anpassungen in der Zukunft. Damit steht diese Aussage von Adam Cochran in einem starken Kontrast zu der von Sanket Shah, der das Vorgehen des Teams hinter zkSync Era hingegen als übereilt bezeichnete.

Darüber hinaus nennt Adam Cochran die native Kontoabstraktion als klaren Vorteil von zkSync Era gegenüber dem Produkt von Polygon als letzten Grund. Polygon hingegen arbeitet noch mit Partnern wie Stackup und Alchemy an einer nativen Implementierung.

Polygons Endgame

Zu guter Letzt ist die große Frage, was das Endziel von Polygon ist. Die Antwort darauf war, dass es das Hauptziel sei, Ethereum zu skalieren und seinen Blockspace zu erweitern.

Hierfür soll Polygons PoS-Chain schon bald ein großes Upgrade erfahren. Das Team möchte nämlich mit der Kritik aufräumen, dass eine Sidechain keine echte L2-Chain ist. Dafür möchten sie umrüsten und zu einer echten L2-Chain von Ethereum werden.

Diese Aussage von Sanket Shah impliziert, dass Polygon zukünftig die Blockchain von Ethereum ebenfalls als Abwicklungsschicht nutzen möchte. Ein interessanter Gedanke. Wie genau das allerdings aussehen soll, kann ich mir aktuell nur schwer vorstellen. Sanket Shah sprach in diesem Zusammenhang von einer Art „Mini-Merge“. Weitere Details sollen bis zum Ende diesen Monats noch folgen.


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Wir schreiben eine neue Kalenderwoche und ich damit ein neues Update zum Bitcoin Kurs. Tatsächlich ist in den letzten 7 Tagen viel passiert. Sie haben zwar nichts an meiner mittelfristigen Bitcoin Prognose geändert, allerdings an dem, was wir kurzfristig von der führenden Kryptowährung erwarten dürfen. Denn der Preis von Bitcoin (BTC) bewegt sich augenscheinlich bereits am Ende seiner kleiner Endjahresrallye und damit steht der nächste Abverkauf bereits vor der Tür.

Der Bitcoin Kurs macht eine alternative Betrachtung erforderlich

Wir erinnern uns: Der Bitcoin Kurs bewegt sich aktuell nach wie vor in einer korrektiven Bewegung. Was ich persönlich in meiner Bitcoin Prognose von den kommenden Wochen erwarte, ist eine weitere Abwärtsbewegung, die höchstwahrscheinlich ein neues Tief ausformen wird.

In den letzten Wochen haben wir uns zudem im Detail mit der aktuellen korrektiven Wellenstruktur bei BTC beschäftigt. Ich bin davon ausgegangen, dass sich diese als ein Regular Flat ausformen wird und wir aktuell die letzte Teilwelle dieser Struktur erleben. Als Zielbereich hatte ich dementsprechend 16.950 $ bis 18.700 $ hinterlegt. Aktuell bewegt sich der Bitcoin Kurs mit 17.213 $ bereits in dieser Zone.

Bitcoin Kurs aktuell am Anfang der KW 49

Bislang bin ich primär davon ausgegangen, dass der Bitcoin Kurs sich in der Welle (c) des Flats als Impulswelle ausbildet. Die jüngsten Ereignisse lassen mich allerdings daran zweifeln, da der Preis von BTC in der Korrekturphase der Welle iv in die Preiszone der Welle ii eingetreten ist.

Das ist zwar kein Regelbruch allerdings ein unerwünschtes Ereignis. Entsprechend gilt es alternative Auflösungen dieser Struktur in Betracht zu ziehen. Die schlechte Nachricht für alle Bullen lautet, dass diese etwas gemeinsam haben. Laut ihnen ist die nächste größere Abwärtsbewegung nämlich bereits näher als gedacht!

❗️Update: Ich habe im Eifer des Gefechts etwas übersehen, was sehr wohl nach wie vor für meine ursprüngliche primäre Wellenzählung spricht. Gehe hier zum Teil, den ich der Analyse hinzugefügt habe. Hier klicken.

Hat der nächste Bitcoin Kurs Crash bereits begonnen?

Es könnte sich natürlich hier sehr gut um ein Ending Diagonal in der Welle (c) handeln. Diese Alternative passt nach wie vor zu der Theorie des Regular Flats und erklärt zudem die Überschneidung zwischen den Wellen ii und iv.

Bitcoin Prognose laut dem Ending Diagonal

Das Volumenmuster ist nicht abnehmend und damit nicht unbedingt typisch für diese Struktur. Allerdings verläuft es sehr flach und ist damit ein weiteres Indiz der Schwäche hinter der jüngsten Aufwärtsbewegung beim Bitcoin Kurs. Laut dem MACD und RSI Indikator scheint sich zudem eine bearische Divergenz zwischen der Welle iii und v auszubilden. Letzteres bleibt allerdings noch abzuwarten und ist nicht bestätigt. Die Formation legt zudem nahe, dass die Wellen i und iv anders enden, als in meiner ursprünglichen Wellenzählung erwartet habe.

Es gilt die Annahme, dass in einem Ending Diagonal die Welle v kleiner ausfallen wird als die Welle iii. Dementsprechend können wir davon ausgehen, dass der Bitcoin Kurs die 18.377 $ nicht mehr erreichen wird. Eines der darunter liegenden Fibonacci-Retracemnet-Level sind um einiges wahrscheinlicher. Daher halte ich in diesem Szenario sogar 18.000 $ bereits für das höchste aller Gefühle.

Das führt uns zu der Alternative, für die aktuell auch sehr viel spricht. Wir haben es hier überhaupt nicht mit einem Regular Flat sondern einem Double Three zu tun. Dafür spricht das Verhältnis der Wellen a und b in der letzten Aufwärtsbewegung, die in diesem Fall als Welle (y) zu kennzeichnen wäre.

Bitcoin Kurs in einem Double Three

Laut diesem Szenario haben wir beim Bitcoin Kurs bereits das Ende der Aufwärtsbewegung gesehen. Doch so oder so befindet sich damit der Preis von BTC entweder bereits am Anfang der nächsten größeren Abwärtsbewegung oder ist kurz davor diese zu beginnen.

In der nächsten Bitcoin Prognose sprechen wir damit erneut über die mittelfristigen Ziele für BTC und ab welchem Preislevel sich ein Einstieg erneut lohnt.

Zusätzliches Update

Mea culpa! Beim Verfassen dieser Bitcoin Kursanalyse habe ich tatsächlich ein Szenario ignoriert, das nach wie vor zu meiner ursprünglichen primären Wellenzählung passt. Daher halte ich es für wichtig, dieses hier noch zu erwähnen.

Fälschlicherweise bin ich im obigen Teil davon ausgegangen, dass die Welle iii bereits abgeschlossen sei und daher meine primäre Annahme, dass sich die Welle (c) als Impulswelle ausformt, unwahrscheinlich geworden ist. Dem muss aber nicht sein. Viel eher scheint es wahrscheinlich, dass sich der Bitcoin Kurs in der Welle der Welle iii befindet. Der folgende Chart verdeutlicht, was ich damit meine.

Bitcoin Kurs primäre Annahme

Diese Welle könnte sich sehr wohl als ein Expanded oder Running Flat ausbilden, um mit der Welle anschließend die Welle iii tatsächlich abzuschließen. Dieses Szenario wäre erst zu verwerfen, wenn der Bitcoin Kurs unter 16.410 $ fällt. Bis dahin bleibt es mein Primärszenario.


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