Willkommen zu der zweiten Analyse der KW 49, in der wir erneut sowohl Bitcoin (BTC) als auch Ethereum (ETH) besprechen. Allem voran ist es der Bitcoin Kurs, der einfach nicht…
Die Welt der Bitcoin Miner hat kürzlich durch das Vorgehen eines von Jack Dorsey unterstützten Miners, Ocean Mining, eine neue Wendung genommen. Das Mining-Unternehmen hat bestätigt, dass es Ordinal Inscriptions auf der Blockchain von Bitcoin zensieren wird.
Nicht ganz überraschend, hat dieses Vorgehen in der Bitcoin-Community für erhebliche Diskussionen gesorgt. Wird hier ein Präzedenzfall für Zensur im Netzwerk von Bitcoin geschaffen?
Warum der Bitcoin Miner Ordinals zensiert
Ordinal Inscriptions sind eine neuartige Methode, um zusätzliche Daten direkt auf die Blockchain von Bitcoin zu schreiben. Diese „Inschriften“ nutzen eine Schwachstelle in Bitcoin Core aus, um die Blockchain mit zusätzlichen Informationen zu „spammen“.
Ursprünglich entwickelt, um Non-Fungible Tokens (NFTs) auf der Bitcoin-Blockchain zu ermöglichen, haben Ordinal Inscriptions schnell an Popularität gewonnen und sind zu einem kontroversen Thema geworden. Der Grund dafür ist vor allem ihre Beliebtheit bei Spekulanten, ihre Möglichkeit die Funktionalität des Netzwerks zu erweitern und ihre übermäßige und vor allem ungeplante Auslastung des Netzwerks.
Ocean Mining, eine dezentralisierte Mining-Pool-Plattform, die in einer Finanzierungsrunde 6,2 Millionen US-Dollar unter der Leitung von Twitter-Gründer Jack Dorsey einsammelte, hat aufgrund des letzteren Grundes kürzlich die Entscheidung getroffen, Ordinal Inscriptions zu zensieren. Luke Dashjr, Mitbegründer von Ocean und langjähriger Bitcoin Core-Entwickler, erklärte, dass Inscriptions eine Schwachstelle in Bitcoin Core ausnutzen, um die Blockchain zu spammen. Die Entscheidung, diese Inscriptions zu zensieren, zielt darauf ab, die Blockchain von diesem „Spam“ zu befreien und ihre Effizienz zu verbessern.
Lese mehr darüber in: Bitcoin in Gefahr? Inscriptions nutzen eine Schwachstelle von Bitcoin aus
Die Entscheidung von Ocean Mining hat innerhalb der Community von Bitcoin Kontroversen ausgelöst. Kritiker sehen in der Zensur von Inscriptions einen Widerspruch zu den dezentralen und zensurresistenten Prinzipien, auf denen Bitcoin aufbaut. Befürworter hingegen argumentieren, dass die Zensur von Spam notwendig ist, um die Effizienz und Funktionalität der Blockchain zu erhalten.
Die Auswirkungen auf BRC-20 Tokens
Eine weitere aktuell sehr beliebte Neuheit stellen BRC-20 Tokens dar. Auch sie sind aus dem Ordinals-Protokoll hervorgegangen und ihre Macher haben unterschiedliche Reaktionen auf die aktuell kontrovers diskutierte Situation gezeigt.
Der größte BRC-20-Token im Ökosystem, ORDI, erlebte nach der Ankündigung einen Preisrückgang von 10%. Er erholte sich jedoch und erreichte kurz darauf ein neues Allzeithoch. Das zeigt, dass die Zensur-Entscheidung eines einzelnen Bitcoin Miner die Szene nicht allzu beunruhigt. Denn der rege Handel mit Ordinals und BRC-20 ist für viele Bitcoin Miner ein lukratives Geschäft, die neben den Blockbelohnungen vor allem auch die Transaktionsgebühren als Einnahmequelle haben.
Fazit
Die Debatte um Ordinal Inscriptions und die Reaktion von Bitcoin Minern wie Ocean Mining zeigt, dass die Gemeinschaft des Netzwerks weiterhin dynamisch und anpassungsfähig bleibt. Während einige die Zensur von Inscriptions als notwendige Maßnahme zur Aufrechterhaltung der Netzwerkeffizienz sehen, betrachten andere sie als einen gefährlichen Präzedenzfall für die Absicht nach mehr Kontrolle und Überwachung innerhalb der Bitcoin-Blockchain.
Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer ständigen Überwachung und Anpassung der Protokolle und Praktiken innerhalb der Bitcoin-Community, um ihre Grundprinzipien zu bewahren. Es unterstreicht zudem, dass es auch unter Core-Entwicklern große Unterschiede in den fundamentalen Grundsätzen gibt.
Insbesondere Ordinals sind seit ihrer Einführung am Anfang dieses Jahres selbst unter Bitcoin-Maxis ein kontrovers geführtes Thema. Daher überraschen die aktuellen Entwicklungen nicht allzu sehr. Vor allem liegt es in der Natur der Menschen, dass sie einer Sache ihre persönlichen Überzeugungen aufzwingen wollen.
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In jüngster Zeit hat sich eine neue und ernstzunehmende Herausforderung für das Netzwerk von Bitcoin entwickelt. Die Rede ist von sogenannten Inscriptions, welche aktuell heiß gehandelte Ordinals hervorgebracht haben.
Einige Entwickler sehen diese Inscriptions als eine neue Form der Ausbeutung an. So auch der Bitcoin Core-Entwickler Luke Dashjr, der kürzlich hervorhob, wie diese eine Schwachstelle innerhalb des Bitcoin Core-Systems ausnutzen. Diese Schwachstelle dreht sich um eine Funktion, die seit 2013 in Bitcoin Core implementiert ist und es Benutzern ermöglicht, eine Obergrenze für die Größe zusätzlicher Daten in Transaktionen festzulegen, die sie weiterleiten oder abbauen.
Bitcoin Core ist in der kommenden Version 26 immer noch verwundbar. Ich kann nur hoffen, dass es endlich vor v27 im nächsten Jahr behoben wird. – Luke Dashjr
Diese Funktion sollte ursprünglich verhindern, dass die Blockchain mit unnötigen Informationen überladen wird, um ihre Effizienz und Skalierbarkeit zu erhalten. Inscriptions haben jedoch einen Weg gefunden, diese Begrenzung zu umgehen, indem sie ihre Daten als Programmcode tarnen und so die Blockchain von Bitcoin mit scheinbar legitimen Transaktionen überfluten. Diese Taktik führt zu Verstopfungen und potenziellen Störungen im Netzwerk.
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Wie ernst ist die Bedrohung für Bitcoin durch Inscriptions?
Einige Entwickler sind davon überzeugt, dass Inscriptions eine erhebliche Bedrohung für die Nachhaltigkeit der Blockchain von Bitcoin darstellen. Die erhöhte Überlastung, die durch diese verschleierten Transaktionen verursacht wird, kann zu verzögerten Bestätigungen und höheren Transaktionsgebühren für reguläre Benutzer führen.
Darüber hinaus ist die Skalierbarkeit der Blockchain gefährdet, da das Netzwerk Schwierigkeiten hat, mit der zusätzlichen Last durch Inscriptions umzugehen. So zeigt der Mempool von Bitcoin aktuell die höchste Auslastung des Jahres und einige der höchsten jemals aufgezeichneten Werte.

Um die Bedrohung durch Inscriptions anzugehen, ist ein vielschichtiger Ansatz erforderlich. Bitcoin Core-Entwickler arbeiten aktiv daran, die Schwachstelle zu identifizieren und zu beheben, die diese Ausbeutung ermöglicht. Eine in der Diskussion befindliche Lösung ist, Inscriptions auf Layer-2 (L2) Blockchains wie Stacks oder Rootstock zu verlagern.
Das Verschieben dieser Aktivitäten auf eine sekundäre Ebene könnte dazu beitragen, die Belastung der primären Blockchain zu verringern und ihre Effizienz und Skalierbarkeit zu erhalten. L2-Lösungen wurden als Mittel erforscht, um einige Transaktionen von der Hauptblockchain zu verlagern und so ein effizienteres und anpassungsfähigeres Netzwerk für Bitcoin zu schaffen.
Diese Entwicklungen und Herausforderungen unterstreichen die Notwendigkeit fortlaufender Entwicklung und Wachsamkeit innerhalb der Krypto-Community. Der Übergang zu L2-Blockchains könnte eine potenzielle Lösung sein, um die Nachhaltigkeit der Blockchain von Bitcoin angesichts sich entwickelnder Herausforderungen zu gewährleisten.
Die gemeinsamen Anstrengungen der Entwickler und innovative Lösungen werden letztlich die Widerstandsfähigkeit der Blockchain-Technologie in den kommenden Jahren bestimmen.
Was genau sind Bitcoin Inscriptions?
Die Bitcoin Inscriptions ermöglichen es Benutzern, Daten direkt auf die Bitcoin-Blockchain zu schreiben oder zu „inschriftlichen“. Ursprünglich als Mittel zur Erstellung von Non-Fungible Tokens (NFTs) konzipiert, hat sich diese Technologie zu einem vielseitigen Werkzeug entwickelt, das verschiedene Datentypen wie Text, Audio, Video und Bilder einbinden kann. Inscriptions sind allerdings durch die Blockgröße begrenzt, wobei das Limit bei etwa 4 MB liegt.
Die Popularität der Bitcoin Inscriptions hat zu einem bemerkenswerten Anstieg der Transaktionsgebühren im Netzwerk von Bitcoin geführt. Dadurch haben sie enorm an Bedeutung für Bitcoin-Miner gewonnen, die auf Transaktionsgebühren und Blockbelohnungen als ihre primären Einkommensquellen angewiesen sind.
Bereits im Juli dieses Jahres machten die Gebühren aus Inscription-bezogenen Transaktionen etwa 22% des gesamten Gebühreneinkommens der Miner aus. Aktuell könnte dieser Prozentsatz sogar noch höher liegen. Sollten diese also aus dem Netzwerk verbannt bzw. auf L2s verschoben werden, könnte das einen bedeutenden Einbruch in der Profitabilität einiger Miner mit sich ziehen.
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Das Jahr 2022 war für Terra Luna eine Zeit der Turbulenzen. Der von Terraform Labs entwickelte Stablecoin UST und die dazugehörige LUNA Coin erlebten im Mai einen dramatischen Zusammenbruch, der den Markt der Kryptowährungen bis ins Mark erschütterte. Dieser Zusammenbruch war nicht nur ein finanzielles Desaster für viele Anleger, sondern er zerstörte auch das Vertrauen in die Stabilität von algorithmischen Stablecoins und die Zukunft von Terra Luna als Blockchain. Doch war man hier eventuell etwas zu voreilig?
LUNC und LUNA liefern Anzeichen von Leben
Viele in der Kryptobranche haben Terra nach dem Zusammenbruch im Mai 2022 als gescheitert abgeschrieben. Doch wer genauer hinsieht, erkennt, dass Onchain klare Lebenszeichen zu erkennen sind. Terra Classic (LUNC) und Terra2 (LUNA) haben im letzten Monat beide mit 350% respektive 610% einen massiven Anstieg des verwalteten Vermögens (TVL) erfahren.
Während das aktuelle TVL von Terra Classic mit einem Gegenwert von 6,9 Millionen US-Dollar im Vergleich zu seinem Höchststand von 20,3 Milliarden US-Dollar vor dem Zusammenbruch nichtig erscheint, ist Terra2 mit 33,4 Millionen US-Dollar an TVL nur einen Steinwurf von seinem Allzeithoch von 55,5 Millionen US-Dollar entfernt.

Hier ist allerdings wichtig zu wissen, dass fast 50% des TVL von Terra2 Liquidität ist, die von der Terra-Luna Foundation (TLF) für LUNA-Paare auf Astroport und Ura zur Verfügung gestellt wird. Die TLF hofft, dass diese Infusion DEX-Aggregatoren auf die Blockchain lockt, die Transaktionsvolumina erhöht und zu größeren Erträgen für Staker der LUNA Coin führt.
Aufmerksamkeit gewinnen allerdings beide Kryptowährungen aufgrund ihrer zuletzt starken Preisperformance. Der LUNA Kurs (auch als LUNA2 bezeichnet) stieg seit dem 21. Oktober um 230%, während es bei der LUNC Coin sogar 430% waren.

Doch wenn sich das TVL von LUNA2 so prächtig entwickelt, während auf Terra Luna Classic gerade einmal 6,9 Millionen US-Dollar herumdümpeln – warum verzeichnet LUNC dann den parabolischen Preisanstieg?
Der Unterschied zwischen LUNC und LUNA2
Um die möglichen Faktoren hinter dem signifikanten Preisanstieg von LUNC nachvollziehen zu können, ist es wichtig, zu verstehen, wo genau die Unterschiede zwischen Terra Classic und Terra 2 liegen.
LUNC ist die ursprüngliche LUNA Coin der Terra-Blockchain. Erst durch die Netzwerkteilung wurde der Ticker der Coin in LUNC umgeändert, welcher für Terra Luna Classic steht.
Das ursprüngliche Ökosystem vom Terra Luna war bekannt für seinen algorithmischen Stablecoin UST (jetzt USTC), dessen Wert durch komplexe Mechanismen, die eng mit der LUNA Coin verknüpft waren, an den US-Dollar gebunden wurde. Als es im Mai 2022 zu dem dramatischen Zusammenbruch dieses Systems kam, führte dies zu einer massiven Entwertung sowohl der LUNA Coin als auch von UST.
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Trotz dieses Zusammenbruchs bleibt ein Teil der ursprünglichen Gemeinschaft als Terra Classic weiterhin aktiv. Die Gemeinschaft und die dortigen Entwickler konzentrieren sich auf die Wiederherstellung und Stabilisierung des Netzwerks. Es wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen und umgesetzt, darunter die Reduzierung der Prägung von USTC und die Verbrennung von LUNC, um ihren Wert wiederherzustellen. LUNC repräsentiert somit das anhaltende Bemühen, das ursprüngliche Terra-Ökosystem zu retten und wieder aufzubauen.
Im Gegensatz dazu steht LUNA2 für den Neustart des Terra-Ökosystems unter dem Banner von Terra 2.0. Nach dem Zusammenbruch des ursprünglichen Ökosystems wurde eine neue Blockchain ins Leben gerufen, die bewusst auf den Einsatz eines algorithmischen Stablecoins verzichtet. Terra 2.0 konzentriert sich stattdessen auf die Entwicklung von dezentralisierten Anwendungen (dApps) und anderen Blockchain-basierten Initiativen. Diese neue Blockchain und die LUNA2 Coin sollen einen Neuanfang markieren und das Vertrauen der allgemeinen Krypto-Gemeinschaft zurückgewinnen.
Um das zu erreichen, hat man Terra 2.0 mit einer Reihe von Governance-Strukturen und Entwicklungsplänen eingeführt. Dazu gehört das „Terra Expedition“-Programm. Dieses Programm zielt darauf ab, Entwickler zu gewinnen, neue Nutzer für das Ökosystem zu begeistern und die Liquidität zu fördern.
Zusammenfassend handelt es sich bei LUNC und USTC also um die ursprünglichen Vermögenswerte von Terra Luna. LUNA2 ist hingegen erst nach dem Zusammenbruch als Hardfork entstanden, bei welcher der algorithmische Stablecoin und die damit verbundenen Mechanismen nicht übernommen wurden.
Terra Classic reduziert die Anzahl an USTC um 8,15%
Kommen wir nun zu dem aktuellen Preistreiber der LUNC Coin.
Ende Oktober wurde der umstrittene Vorschlag 11832 mit einer leichten Mehrheit von 54,07% der Stimmen angenommen, laut dem eine Wallet mit 800 Millionen USTC eingefroren und damit aus dem Verkehr gezogen wird.
Es handelt sich dabei um die Ozone Protocol Wallet, welche diese Mittel erhalten hatte, um die Kapazität für das Protokoll zu erhöhen. Das Ozon-Protokoll wurde ursprünglich von Do Kwon als Antwort auf die Forderungen nach einem Terra-nativen Versicherungsprotokoll aus dem TeFi-Ökosystem vorgeschlagen. Das Projekt erhielt große Aufmerksamkeit und sollte mit Mitteln aus dem Gemeinschaftspool finanziert werden. Das Risk Harbor Team wurde mit der Entwicklung des Protokolls beauftragt und es wurde dann in Risk Harbor Ozone umbenannt.
Da das Projekt jedoch den vorgeschlagenen Entwicklungsplan nicht aktiv verfolgt hat und den Forderungen nicht nachkam, die Mittel zurückzugeben, sind viele aus der Gemeinschaft von Terra Classic der Ansicht gewesen, dass es im besten Interesse von LUNC ist, diese 800 Millionen USTC aus dem Verkehr zu ziehen.
Diese Aktion hinterließ allerdings einen faden Beigeschmack. Auch wenn Spekulanten die Reduzierung des Gesamtbestandes um 8,15% offensichtlich als positiv werteten, kam es zu einem Zerwürfnis innerhalb der Gemeinschaft von Terra Classic. Viele waren der Meinung, dass die direkte Änderung des Blockchain-Status und die Zerstörung von Geldern dem Ethos der Blockchain widersprechen.
Reicht das Ganze also für ein mögliches Comeback?
Wie dieser Artikel hoffentlich aufgezeigt hat, sind hier im ersten Schritt zwei verschiedene Netzwerke und Vermögenswerte zu unterscheiden. Terra Classic und Terra 2.0 verfolgen verschiedene Ansätze und besitzen völlig unterschiedliche Ausgangslagen.
Terra Classic und seine LUNC Coin stehen weiterhin vor der Herkulesaufgabe, die USTC Coin zurück zu ihrem Peg zu führen und vor allem zu stabilisieren. Mit aktuell 6 US-Cents ist der „Stablecoin“ allerdings noch meilenweit von der anvisierten 1-$-Marke entfernt. Hinzukommt, dass das TVL trotz seines beachtlichen prozentualen Wachstums weiterhin vergleichsweise nichtig ist und die geringe Nutzung der Blockchain stückweit widerspiegelt.
Terra 2.0 hingegen steht mit seinem signifikant höheren TVL auf dem Papier zwar besser dar, allerdings müssen die jüngsten Kapitalinjektionen in das Ökosystem auch Früchte tragen. Durch die Altlasten in Form des ursprünglichen Stablecoin-Mechanismus befreit, hat es die dortige Gemeinschaft mit Sicherheit leichter als die bei Terra Classic – aber mit Sicherheit nicht leicht.
Das schlechte Branding bleibt, auch wenn Solana beweist, dass solche Hürden durch kontinuierliche Fortschritte in der Entwicklung überwunden werden können. Dennoch bleibt die Frage offen, wie groß die Chancen von Terra 2.0 sind, sich in dem verdichteten Wettbewerb der monolithischen und modularen Blockchains durzusetzen. Auf der anderen Seite lieben Anleger eine gute alte Comeback-Geschichte, wie die aktuelle Preisentwicklung von sowohl LUNC als auch LUNA2 beweisen.
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In diesem Jahr erlebte der Markt der Kryptowährungen, angeführt von Bitcoin (BTC), signifikante Wachstumsschübe. BTC überstieg erstmals seit 19 Monaten die Marke von 44.000 US-Dollar, während Ethereum (ETH) die 2.300 US-Dollar ankratzte.

Diese Höchststände markieren einen wichtigen Wendepunkt, da BTC seit April 2022 und ETH seit Mai 2022 solche Werte nicht erreicht hatten. Eine zusätzliche Steigerung von 58% würde BTC zu neuen Rekordhochs führen, während ETH eine Rallye von 118% benötigt, um sein vorheriges Allzeithoch zu übertreffen.
Einflüsse auf den Markt
Die jüngsten Gewinne im Krypto-Markt stehen nicht isoliert da. Auch traditionelle Märkte wie Gold und der S&P 500 verzeichneten signifikante Gewinne. Analysten führen diese Marktentwicklung auf die Erwartung zurück, dass die Serie von Zinserhöhungen durch die US-Notenbank (Fed) beendet sein könnte, was darauf hindeutet, dass die Zentralbank möglicherweise schon Anfang 2024 mit einer Senkung der Zinssätze beginnen wird.
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Zusätzlich befeuert wurden die Krypto-Märkte durch Gespräche zwischen acht potenziellen Anbietern von Bitcoin ETFs und der US-Börsenaufsicht SEC. Bloomberg-ETF-Analysten James Seyffart und Eric Balchunas prognostizieren, dass die SEC Anfang Januar eine oder mehrere Spot-Bitcoin-ETFs genehmigen könnte. Viele sehen das als einen Schlüsselmoment an, nicht nur für Bitcoin, sondern für den gesamten Markt der Kryptowährungen. Gleichzeitig sind Ethereum ETFs ebenfalls bereits im Gespräch.
Bitcoin und Ethereum verzeichnen weiterhin positive Zuflüsse
Das Interesse an Kryptowährungen wie BTC und ETH ist in jedem Fall so groß wie schon lange nicht mehr. Laut dem aktuellen Bericht von Coinshares beliefen sich die Zuflüsse bei digitalen Vermögenswerten in der vergangenen Woche auf 176 Millionen US-Dollar. Damit war das bereits die zehnte Woche in Folge, in welcher der Krypto-Markt positive Zuflüsse verzeichnete.

Insgesamt flossen in den letzten zehn Wochen 1,76 Milliarden US-Dollar in den Markt der Kryptowährungen. Dies markiert den höchsten Wert seit der Einführung futuresbasierter ETFs in den USA im Oktober 2021. Die meisten Kapitalzuflüsse stammten dabei aus Kanada, Deutschland und den USA, während Hongkong geringfügige Abflüsse verzeichnete.
Ausblick für Bitcoin und Ethereum in 2024
Diese Entwicklungen signalisieren eine zunehmende Integration von Bitcoin und anderen digitalen Vermögenswerten wie Ethereum in den breiteren Finanzmarkt. Die steigenden Kurse und das gesteigerte institutionelle Interesse an BTC, ETH und anderen Kryptowährungen deuten auf ein wachsendes Vertrauen in diese Assetklasse hin, was für die Zukunft des gesamten Krypto-Markts vielversprechend ist.
Im Zuge dieser Entwicklungen solltest du dir eine Frage stellen: Hast du deine Hausaufgaben gemacht, um dich für das strategisch zu positionieren, was uns im nächsten Jahr erwartet?
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Wie versprochen, wollen wir einen Blick auf den IOTA Kurs werfen. Der Anlass ist der kürzlich signifikante Preisanstieg von 100%, der in kürzester Zeit stattgefunden hat. Da stellt sich dem ein oder anderen mit Sicherheit die Frage: Ist IOTA zurück?
Um diese Frage zu beantworten, wollen wir uns in dieser IOTA Prognose mit Hilfe der technischen Chartanalyse anschauen, welche Kriterien für ein waschechtes Comeback erfüllt werden müssen und welche Gefahr hier nach wie vor für Anleger lauert. Es dürfte also äußerst spannend werden. Viel Spaß!
Was wir von dem IOTA Kurs erwarten
Bei IOTA scheint etwas unter der Oberfläche zu brodeln. Diesen Eindruck gewinnt zumindest, wer einen Blick auf die jüngsten Preisaktionen beim IOTA Kurs wirft.
Mit voranschreitenden Entwicklungen für das Update IOTA 2.0, welches den Distributed Ledger des Projektes in den Wettbewerb der skalierungsfähigen monolithischen Blockchains werfen soll und der strategischen Ausrichtung hin zu Real World Assets (RWA) werden hier direkt zwei Nischen angegangen, die am Markt der Kryptowährungen zuletzt eine Menge Aufmerksamkeit generieren konnten. Beide Narrativen dürften im kommenden Bullrun eine große Rolle spielen.
Lies diesbezüglich: IOTA News: Strategiewechsel lässt IOTA Kurs 70% in die Höhe schnellen
Doch was muss charttechnisch passieren, damit IOTA wieder interessanter als mittel- bis langfristiger Anlagewert angesehen wird?
Im Kontext der Elliott Wellen Theorie wäre hier eine aufwärtsgerichtete Motive Wave der Start einer jeden größeren Trendbewegung. Die mit Abstand häufigste Form der Motive Wave ist dabei die Impulswelle und nur diese kommt für den IOTA Kurs aktuell in Frage. Doch schauen wir uns auf dem Chart an, was das konkret bedeutet.
Wie der Chart zeigt, bildet der IOTA Kurs hier eine ausgedehnte Welle 3 innerhalb der potentiellen Impulswelle aus. Ich schreibe potentiell, da nichts 100%ige Gewissheit hat, allerdings ist die Impulswelle hier sehr wahrscheinlich.
Die Struktur legt eine kurzfristige Korrektur nahe, die den IOTA Kurs mindestens auf 30,7 US-Cents zurückführen sollte, während der gängigste Zielbereich für diese Teilwelle zwischen 24,8 und 27,3 US-Cents liegt. Danach sollte mit einem erneuten Hoch die Welle 3 der Impulswelle abgeschlossen werden. Wo genau hier der Abschluss der Welle 3 zu erwarten ist, kann erst näher prognostiziert werden, wenn sich die aktuelle Teilwelle abschließt.
Thema der Newsletter-Ausgabe im November: Ethereum vs. Solana
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Es kann auch das Argument hervorgebracht werden, dass die Welle 3 mit dem jüngsten Hoch bereits abgeschlossen wurde und sich der IOTA Kurs damit bereits in der Welle 4 befindet.
Das ist theoretisch möglich und würde das Mindestkursziel für die nächste korrektive Bewegung auf 29,4 US-Cents und ihren wahrscheinlichsten Zielbereich auf 22,6 bis 25,4 US-Cents verschieben. Dennoch stellt das hier in meinen Augen ein alternatives Szenario mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit dar. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir es ignorieren sollten.
Die Quintessenz des Ganzen sind allerdings nicht die Details der inneren Struktur, sondern der Umstand, dass der IOTA Kurs eine deutliche Impulswelle ausbilden muss. Erst dann kann von einer größeren Aufwärtsbewegung ausgegangen werden. Im besten Fall markiert sie den Anfang einer viel größeren Impulswelle, die einen langfristigen Aufwärtstrend einläutet.
Das Risiko beim IOTA Kurs
Doch selbst in dem wahrscheinlichen Fall, dass der IOTA Kurs eine Impulswelle ausbildet, muss das nicht zwingen langfristig bullisch sein. Über dieses Risiko wollen wir uns am Ende dieser IOTA Prognose auch noch unterhalten.
Eine Impulswelle kommt auch in der A-Welle eines ZigZags vor. Hierbei handelt es sich um eine dreiteilige korrektive Struktur, die sich gegen den vorherrschenden Trend bewegt. Entsprechend würde sie das Aufwärtspotential des IOTA Kurses stark begrenzen.
Wie der Chart skizziert, zeigt der IOTA Kurs Anzeichen einer Triangle-Struktur in seinem langfristigen Trend, in welcher die thematisierte ZigZag-Struktur die D-Welle ausbilden könnte. Der erwartete Zielbereich läge hier zwischen 0,88 und 1,46 US-Dollar.
Bei einem aktuellen Preis von knapp 32 US-Cents wäre das zwar eine positive IOTA Prognose, allerdings würde ein Triangle bedeuten, dass das vorige Allzeithoch nicht greifbar ist. Das Triangle beschränkt das Aufwärtspotential nämlich durch das Preisniveau von 2,77 $, da die D-Welle in diesem Fall nicht länger sein darf als die C-Welle der Struktur.
Fazit der IOTA Prognose
Zusammenfassend halte ich die kurzfristige Ausbildung einer Impulswelle beim IOTA Kurs für sehr wahrscheinlich. Was sie langfristig zu bedeuten hat, lässt sich charttechnisch aktuell allerdings nicht sagen. Mittelfristig ist das allerdings einerlei, da sich in beiden Szenarien mit dem Abschluss einer Impulswelle auf dem kurzfristigen Chart mittelfristig eine bullische IOTA Prognose von rund 1$ oder sogar deutlich mehr ableiten lässt. Ein Ausblick, der zudem sehr gut handelbar sein wird.
Um ein mögliches Triangle von einem neuen langfristigen Aufwärtstrend zukünftig unterscheiden zu können, wird es einige Erfahrung und Expertise benötigen, da beide Szenarien sich auf den ersten Blick nur schwer unterscheiden lassen werden. Hier wird allem voran der Volumenverlauf der nächsten Aufwärtsbewegung eine entscheidende Rolle spielen. Doch davon sind wir aktuell noch weit entfernt. Erst einmal muss der IOTA Kurs die von mir erwartete Impulswelle ausbilden, diese anschließend korrigieren und genau dann gilt es, die Einstiege zu suchen. Alles weitere ist zum jetzigen Zeitpunkt noch weit entfernte Zukunftsmusik.
Sollten dich meine Analysen zu 12 der beliebtesten Kryptowährungen ebenfalls interessieren, dann denk darüber nach, unseren Premium-Club beizutreten und wirf unter anderem einen Blick in den Monatsbericht für Dezember, in dem ich meine Einschätzungen und Strategien mit unseren Mitgliedern regelmäßig bespreche.
Krypto-Analysebericht im Dezember: Verabschieden wir uns aus 2023 mit einem großen Knall?
Erfahre in diesem Bericht, warum die Wahrscheinlichkeit dafür hoch ist, dass wir uns aus 2023 mit einem großen Knall am Markt der Kryptowährungen verabschieden.
Was genau das bedeutet, welche Preisaussichten jede einzelne dieser 12 Krypto-Werte in den kommenden Wochen besitzt und welche ich dabei besonders interessiert verfolge, erfährst du in dieser spannenden Lektüre.






