Vor knapp zwei Wochen haben wir auf Bitcoin-Bude bereits darüber berichtet, dass eine große Stellar News aussteht. Dabei war bislang nicht ganz klar, worum es dabei gehen wird, doch das ist jetzt anders.
Das Blockchain-basierte Zahlungsnetzwerk Stellar (XLM) steht vor einem bedeutenden Meilenstein mit dem bevorstehenden „Protocol 20 Upgrade“, das die Implementierung von Soroban-Smart Contracts markiert. Diese wegweisende Entwicklung wird am heutigen 20. September um 17:00 Uhr deutscher Zeit mit der Integration der Soroban-Smart-Contracts-Unterstützung ins Testnetzwerk von Stellar eingeleitet. Das Team von Stellar verkündet dies in einem Twitter-Beitrag und betont, dass das Soroban Futurenet unverändert und in Echtzeit bleiben wird.
Ebenfalls heute um 17:00 Uhr plant das Stellar-Testnetz ein Upgrade, um die Kandidatenversionen von Stellar Core und Horizon freizugeben. Das Protocol 20 Upgrade führt neue Netzwerkeinstellungen ein, die von den Validatoren kontrolliert werden. Dies könnte nach der ersten Abstimmung zur Aktualisierung eine Reihe weiterer Abstimmungen zur Feinabstimmung der Einstellungen nach sich ziehen.
Stellar kündigt in einem Blogartikel an, dass die Mainnet-Validatoren voraussichtlich sechs Wochen nach der Veröffentlichung der stabilen Versionen einen Abstimmungstermin festlegen werden. Das Datum für die öffentliche Netzwerk-Upgrade-Abstimmung bleibt vorerst noch offen.
Stellar hat zugesichert, zeitnah Aktualisierungen zu diesem Thema bereitzustellen. Zusätzlich dazu verspricht das Team, klare Zeitpläne für die Abstimmungen zu kommunizieren und sofortige Updates zu liefern, sobald neue Informationen oder Versionen verfügbar sind.

Stellar mit einem neuen Makeover
Letzte Woche erregte Stellar Aufsehen, als der mit Spannung erwartete Teaser veröffentlicht wurde – ein Werbespot mit dem britischen Schauspieler Idris Elba. Zudem erhielt Stellar ein neues Erscheinungsbild und eine überarbeitete Webseite.
Fact-check: Stashing cash, waiting for remittances, unnecessary overdraft fees, and lack of economic access should not be the norm.
You know what’s broken; the Stellar network has the toolbox.
Build better with Stellar. pic.twitter.com/1ZjQ6mZZB7
— Stellar (@StellarOrg) September 12, 2023
Am 14. September präsentierte Stellar zudem „Decentralife“, eine Serie, die authentische Geschichten von Personen erkundet, die mithilfe der Blockchain-Technologie reale Veränderungen bewirken. Diese jüngsten Entwicklungen sollen die Innovationskraft von Stellar unterstreichen und seine Rolle als führende Kraft im Bereich der Blockchain-Revolution untermauern.
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Am 15. September 2022 markierte der sogenannte „Merge“ einen Meilenstein für Ethereum. Mit dem Wechsel von Proof-of-Work zu Proof-of-Stake eröffnete das Upgrade dem Netzwerk die Möglichkeit, Ether (ETH) zu einem deflationären Vermögenswert zu machen und den ökologischen Fußabdruck des Netzwerks zu minimieren.
Ein Jahr später sind die Veränderungen deutlich spürbar. Diese Umstellung veränderte die grundlegende Tokenomic von Ethereum, sodass unter anderem die täglichen Neuemissionen des Vermögenswertes von 13.500 ETH auf derzeit etwa 2.300 ETH sanken. Alleine dieser Effekt entspricht bereits einem Rückgang der Inflationsrate von über 80%.
Hinzukommt, dass durch den ERC-1559 mit jeder Transaktion im Netzwerk die Basisgebühr in ETH verbrannt wird. Dadurch wurden bereits knapp 1 Millionen ETH aus dem Verkehr gezogen und heute gibt es damit fast 300.000 ETH weniger als zum Zeitpunkt von dem Merge. In anderen Worten ist das Angebot von ETH um -0.24% zurückgegangen, was die native Währung von Ethereum zu einem tatsächlich deflationären Vermögenswert macht. Kurz gesagt, mit der Umstellung auf Proof of Stake hat sich nicht nur der Konsensmechanismus geändert, denn unter Proof of Work wären zusätzliche 3,8 Mio. ETH (6,2 Mrd. $) ausgegeben worden.
22% des Angebots von Ethereum ist mittlerweile weggesperrt
Nicht nur die tatsächliche Angebotsmenge ist bei Ethereum zurückgegangen, sondern auch das zirkulierende Angebot. Denn während der Merge den deflationären Aspekt von ETH im wahrsten Sinne des Wortes befeuert, ist gleichzeitig die Beteiligung am Staking um 87% gestiegen. Laut Dune Analytics ist seit Jahresbeginn die Anzahl gestakter ETH von 4,6 Mio. auf 8,6 Mio. gestiegen.
Der Grund dafür ist vor allem die breite Akzeptanz von Liquid Staking Assets, kurzum LST-Token genannt. Doch auch zentrale Krypto-Börsen tragen hier ihren Teil bei. Auf Coinbase sind derzeit knapp 2,25 Mio. ETH und auf Binance 1,21 Mio. ETH gestakt.
Insgesamt werden damit 26,8 Mio. ETH gestakt, was in etwa 22,3 % des gesamten zirkulierenden Angebotes ausmacht.
Doch trotz dieser Erfolge stehen neue Herausforderungen bevor. Insbesondere die Dominanz von Liquid Staking Tokens (LSTs) bereitet einigen Beobachtern Sorgen. Lido, als führendes LST-Protokoll, kontrolliert mittlerweile mit 8,67 Mio. ETH knapp ein Drittel aller eingesetzten Ether. Diese Zentralisierung könnte das Netzwerk verwundbar machen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wird bereits diskutiert, wie die Kontrolle von Staking-Pools begrenzt werden kann. Doch nicht nur die Staking-Pools stellen hier ein mögliches Problem dar. Auch die Zentralisierung der Nodes im Netzwerk von Ethereum bleibt ein kritisches Thema.
Lese mehr darüber in: Ethereums Weg zur Dezentralisierung: Vitalik Buterins Lösung für die Node-Zentralisierung – JETZT LESEN
Die Dezentralisierung von Ethereum bleibt damit ein Ziel, das die Community weiterhin verfolgt, um die Sicherheit und Integrität des Netzwerks zu gewährleisten.
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Polygon, ein führender Anbieter von Skalierungslösungen für Ethereum, hat erste Vorschläge für seine Polygon 2.0-Überholung bekannt gegeben. Diese beinhalten die Migration des MATIC-Tokens zu POL und die Einführung eines neuen Staking Layers.
Die drei vorgestellten Polygon Improvement Proposals (PIPs) skizzieren vier entscheidende Schritte für Phase 0, darunter die Initiierung der Token-Migration, die Einführung von POL als nativem Gas-Token, die Etablierung von POL als Staking-Token und die Einführung der Polygon 2.0 Staking-Schicht.
Die Implementierung von Phase 0 ist für das vierte Quartal dieses Jahres geplant, sofern die Community nur minimale Änderungen an den Vorschlägen wünscht. Diese Schritte markieren einen bedeutenden Fortschritt in der Skalierung von Ethereum und der Weiterentwicklung von Polygons vielseitigem Ökosystem.
Erfahre mehr in: Polygon News: Aus MATIC soll POL werden; Was sich dadurch ändert – Jetzt lesen
Polygon, dessen MATIC-Token in der letzten Woche leicht gesunken ist, sieht einer strategischen Neuausrichtung entgegen, welche die Errungenschaften der letzten Monate miteinander kombinieren wird. Mit der Zusammenführung von Proof of Stake (PoS) Chain und zkEVM sowie der Weiterentwicklung von Nightfall und Miden strebt Polygon danach, die technischen Möglichkeiten seines Netzwerks zu erweitern und die Dezentralisierung voranzutreiben.
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Willkommen zur aktuellen Übersicht der spannendsten Bitcoin- und Altcoin-News dieser Kalenderwoche! In dieser Ausgabe werfen wir einen Blick auf die erwartete Dauer der aktuellen Korrekturphase von BTC und prognostizieren die mögliche Preisspanne für eine Umkehr. Außerdem beleuchten wir die teuerste Transaktion in der Geschichte des Bitcoin-Netzwerks, berichten über einen spannenden Schritt der Deutschen Bank in die Welt der Kryptowährungen und präsentieren eine innovative Lösung für automatisierte Liquiditätsbeschaffung im Bitcoin Lightning Network. Abgerundet wird das Ganze durch eine Analyse der finanziellen Turbulenzen rund um die FTX-Börse und noch die ein oder andere Überraschung, die sich in dieser Woche ereignet hat. In dem Sinne wünsche ich viel Spaß bei den spannenden Einblicken in die aktuellen Entwicklungen im Krypto-Sektor.
Bitcoin News & Prognosen
Bitcoin-Kurs in der KW 37 | Wo die Korrektur für BTC enden wird
Erfahre in der Bitcoin-Kurs-Analyse dieser Kalenderwoche, wo wir voraussichtlich mit dem Ende der korrektiven Phase von BTC rechnen sollten. Mit Hilfe der Elliott-Wellen-Theorie argumentieren wir, warum die Korrekturphase noch nicht an ihrem Ende ist und prognostizieren die wahrscheinlichste Preisspanne für eine Umkehrzone.
Bitcoin-Nutzer zahlt 500.000 US-Dollar um 200$ zu versenden: Die Hintergründe
Diese Bitcoin-News ist eine der besonderen Art. Ein Nutzer hat in dieser Woche unfreiwillig Geschichte geschrieben, indem er die teuerste Transaktion tätigte, die das Netzwerk von Bitcoin (BTC) jemals gesehen hat.
Erfahre in dieser kuriosen News, warum der besagte Nutzer rund 500.000 $ für eine einzige Transaktion ausgegeben hat und ob für ihn die Hoffnung besteht, dieses Geld jemals wieder zurück zu bekommen.
Bitcoin News: Dieser Lösungsansatz verspricht einen weiteren Boost für das Lightning-Netzwerk
Mit Hydro etabliert Amboss einen weiteren interessanten Baustein im Lightning Network. Unternehmen können nun Zahlungen über den Layer-2 von Bitcoin empfangen, ohne sich mit Kanalmanagement befassen zu müssen.
Erfahre in dieser spannenden Bitcoin-News mehr über automatisierte Liquiditätsbeschaffung für Unternehmen mit Hilfe des Layer-2s von Bitcoin.
Altcoin News & Prognosen
FTX-Vermögenswerte beinhalten 1,2 Milliarden in SOL und 560 Millionen in BTC
Der Konkurs von FTX, einst ein wichtiger Akteur in der Kryptowährungsbranche, hat ein komplexes Finanzgeflecht aufgedeckt. Mit einem Vermögen von fast 7 Mrd. USD, darunter 1,2 Mrd. USD in SOL-Coins, steht die Zukunft von FTX auf dem Spiel. Mit Schulden von über 65 Milliarden US-Dollar ist das Schicksal dieser Krypto-Börse ein kritisches Thema. Nicht nur für FTX selbst, sondern auch für einige Kryptowährungen.
Erforsche die brisanten Details der FTX-Finanzlandschaft und erfahre mehr über das Potenzial für ein Comeback inmitten dieser finanziellen Turbulenzen.
Telegram integriert die TON Krypto-Wallet für seine 800 Millionen Nutzer
Telegram, das Aushängeschild für sichere Kommunikation, schließt sich mit der TON Foundation zusammen, um die TON Space Wallet vorzustellen, eine innovative, selbstverwahrende Krypto-Wallet.
Mit über 800 Millionen Nutzern markiert diese Integration einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der Zugänglichkeit von Kryptowährungen.
Die Deutsche Bank betritt die Welt der Kryptowährungen
Früher noch ein Kritiker, nun ein Befürworter: Die Deutsche Bank unternimmt einen strategischen Schritt in die Welt der Kryptowährungen. Doch was bewegt den deutschen Bankenriesen nun zu diesem Schritt und was hat er zu bedeuten?
Erfahre in diesem Artikel, auf welche Art und Weise das Finanzinstitut die Welt der digitalen Assets für sich erschließt, trotz vorausgegangener Bedenken.
Das waren die Highlights dieser Kalenderwoche! Ich hoffe, dass du deine Freude daran hattest.
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Amboss, ein Anbieter von Datenanalysen für das Lightning Network, hat mit Hydro einen interessanten Ansatz vorgestellt, um das Liquiditätsproblem des Lightning Networks anzugehen.
Amboss ermöglicht Unternehmen, Zahlungen über das Bitcoin Lightning Network zu empfangen, ohne sich mit der Komplexität des Kanalmanagements oder der Notwendigkeit zentraler Verwahrungsintermediäre auseinandersetzen zu müssen. Hydro stellt sicher, dass Nutzer nahtlos auf Liquidität aus dezentralen Quellen für ihre Lightning-Nodes zugreifen können. Die Gebühren für die Ersteinrichtung sollen sich auf 3,5% belaufen, während sie laut Amboss für Zahlungen lediglich 0,003% betragen.
Jesse Shrader, Mitbegründer und CEO von Amboss, betonte:
Hydro ist ein Wendepunkt für Unternehmen, welche die Vorteile des Lightning-Netzwerks ohne vertrauenswürdige Verwahrer, Vermittler oder die Kopfschmerzen des Kanalmanagements nutzen wollen.
Die steigende Relevanz des Bitcoin-Lightning-Netzwerks
Betrieben wird Hydro von Magma, dem Marktplatz von Amboss für den Kauf und Verkauf von Lightning Channels. Hierbei wird Liquidität aus dem offenen Markt bezogen. Verkäufer können Renditen auf ihre Bitcoins (BTC) verdienen, indem sie Liquidität auf Magma bereitstellen und so Lightning-Kanäle für Online-Shops, Wallets und andere Nutzer öffnen.
Hydro bietet auch die Möglichkeit, die Zielliquidität festzulegen, was maßgeschneidertes, kosteneffizientes Kanalmanagement ermöglicht, ohne erhebliche Kapitalbindungen oder technische Expertise.
Das Lightning Network hat in der Vergangenheit mit Herausforderungen bei Liquiditätsbeschaffung und Kanalverwaltung zu kämpfen gehabt. Trotzdem ist die Akzeptanz im letzten Jahr gestiegen, mit einer aktuellen Gesamtkapazität von fast 5.000 BTC. Ein Zeichen für die wachsende Relevanz dieser Technologie.
Jesse Shrader betonte zudem, dass der vorgeschlagene Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock die Möglichkeit verpasst hat, die von ihm zu verwahrenden BTC im Lightning Network zu staken. Dadurch wäre es dem Unternehmen möglich gewesen, eine zusätzliche Rendite zu verdienen, während gleichzeitig die Zahlungsinfrastruktur verbessert wird und etablierte Zahlungsabwickler wie Visa, Mastercard und American Express unter Druck zu setzen.
Lies auch: Bitcoin und sein Spot-ETF: Eine Analyse seiner Bedeutung für den Bitcoin Kurs – Jetzt lesen
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Die Deutsche Bank hat einen entscheidenden Schritt in Richtung Kryptowährungen und tokenisierter Vermögenswerte für ihre Kunden gemacht. In einem heutigen Bericht von Reuters verkündete die Bank eine Partnerschaft mit dem Schweizer Krypto-Unternehmen Taurus, um Verwahrungsdienstleistungen für institutionelle Kunden anzubieten.
Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Eintritt des Finanzinstituts in die Welt der digitalen Assets. Ein Sprecher der Deutschen Bank betonte jedoch, dass derzeit keine „unmittelbaren Pläne“ für den Krypto-Handel vorliegen, obwohl das Institut bereits 2020 in einem Weltwirtschaftsforums-Papier Interesse an dieser Aktivität bekundete.
Dieser Schritt kommt zu einer Zeit, in der sich die Finanzbranche zunehmend mit der Blockchain-Technologie auseinandersetzt, während der Markt der Kryptowährungen nach wie vor mit regulatorischen Unsicherheiten und erheblicher Volatilität zu kämpfen hat.
Die Deutsche Bank mit einer Kehrtwende zum Thema Kryptowährungen
Besonders bemerkenswert ist dieser Schritt vor dem Hintergrund der früheren Äußerungen von Ulrich Stephan, dem Chief Investment Strategist der Deutschen Bank. Er hatte in der Vergangenheit vor Investitionen in Bitcoin gewarnt und Kryptowährungen im Jahr 2018 als „zu volatil und nicht ausreichend reguliert“ kritisiert. Trotz dieser früheren Vorbehalte erklärt Paul Maley, Global Head of Securities Services der Deutschen Bank, nun, dass der Billionen-Dollar-Markt zu einer Priorität für Investoren und Unternehmen gleichermaßen geworden ist.
Es ist anzumerken, dass die Deutsche Bank bereits schrittweise Maßnahmen ergriffen hat, um Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte zu unterstützen. Bereits im Februar 2021 kündigte die Bank Pläne an, eine Krypto-Depotstelle zu werden, und beantragte später eine Lizenz für digitale Vermögenswerte in Deutschland. Zudem war die Deutsche Bank über ihren Vermögensverwaltungsarm, die DWS Group, an Gesprächen beteiligt, um in deutsche Unternehmen zu investieren, die sich mit Kryptowährungen beschäftigen.
Frühere Berichte der Bank haben eine breite Palette von Krypto-Themen behandelt, von der möglichen Mainstream-Einführung von NFTs bis hin zu Umfragedaten, die zeigen, dass die Mehrheit der Investoren beabsichtigt, Kryptowährungen auch dann zu halten, wenn der Markt Turbulenzen erlebt. Dieser jüngste Schritt der Deutschen Bank setzt somit einen klaren Impuls im Zeitalter der digitalen Transformation des Finanzwesens.


