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In dieser Cardano News werfen wir einen Blick auf den neuesten Verbesserungsvorschlag des Netzwerks und wie dieser die Adoption der ADA Coin weiter vorantreiben soll. Gleichzeitig bleibt Cardano mitunter das am aktivsten entwickelte Netzwerk unter den Altcoins. Doch ist Quantität auch ein Garant für Qualität?

Mehr dazu erfährst Du jetzt und hier.

CIP-30 soll das Wachstum des Ökosystems gewährleisten

Der Cardano Improvement Proposal 30 (CIP-30) soll einen entscheidenden Fortschritt für das Projekt darstellen. Es soll die Schaffung einer webbasierten Kommunikationsbrücke ermöglichen, welche die Interaktion zwischen Cardano-Wallets und Web2-Plattformen wie Amazon erleichtert.

Darüber hinaus ermöglicht CIP-30 den ADA-Hot-Wallets, neue Funktionen zu erhalten, ihre Möglichkeiten zu erweitern und potenzielle Nutzer anzulocken. Die Gemeinschaft von Cardano sieht darin einen wichtigen Aspekt, um das kontinuierliche Wachstum des Ökosystems zu gewährleisten. Gleichzeitig soll es dazu beitragen, dass sich Cardano von anderen konkurrierenden Kryptowährungen wie Ethereum und Layer-2-Projekten abhebt.


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Charles Hoskinson, der Schöpfer von Cardano, hat bei mehreren Gelegenheiten betont, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der Community und den Partnern ist, um die Akzeptanz der nativen ADA Coin zu fördern. Es wird erwartet, dass die Integration dieser neuen Funktion eine entscheidende Rolle bei der Erreichung dieses Ziels spielt.

Cardano bleibt mitunter das am aktivsten entwickelte Netzwerk

Laut den Daten von ProofofGitHub bleibt Cardano (ADA) aktuell kurz nach Polkadot weiterhin mitunter das am aktivsten entwickelte Netzwerk. Ebenfalls in die Top 10 haben es Decentraland, Chainlink, Status, Internet Computer, Cosmos, IOTA, Aptos und Ethereum geschafft.

Vergleich der Anzahl an Github-Aktivitäten zeigt, dass Cardano die meisten Aktivitäten aufweist

Doch sollte hier die Quantität nicht mit Qualität verwechselt werden. Denn solche Aktivitäten können sich in ihrem tatsächlichem Ausmaß enorm von einander entscheiden. Während sich Cardano also oft mit dieser Statistik rühmt, sollten Investoren dies nicht zwingen als Qualitätssiegel ansehen. Zwar ist es immer gut zu sehen, dass aktiv an einem Netzwerk gearbeitet wird, doch wie bereits erwähnt, ist dies kein Garant für Qualität.

Tatsächlich hatte Cardano erst kürzlich mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, deren Ursache bislang noch nicht eindeutig geklärt ist. Wie wir auf Bitcoin-Bude berichtet haben, fielen dabei kurzzeitig über 50 % aller Nodes des Netzwerkes aus. Viele warfen daher die Frage auf, ob Cardano tatsächlich ausreichend dezentralisiert ist.


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Herzlich Willkommen zu einer brandneuen Bitcoin Prognose in der Kalenderwoche 4. Heute und hier sprechen wir in Kürze über das längerfristige Bild beim Bitcoin Kurs und was der Anstieg der letzten Wochen für den allgemeinem Markttrend bedeutet.

Bitcoin Kurs bleibt primär Gegenstand einer Korrektur

Kommen wir direkt zu meinem Primärszenario, das wir hier auf Bitcoin-Bude seit November 2021 verfolgen: Dem Expanded Flat.

Laut diesem befindet sich der Bitcoin Kurs im letzten Teil seine Welle 4 und damit nach wie vor in seinem Abwärtstrend. Zwar nähert sich dieser seinem Ende, aber laut diesem Szenario erwarten wir noch eine weitere größere Abwärtsbewegung in Form der Welle 5.

Chart zeigt die Wellenzählung für den Bitcoin Kurs laut dem Expanded Flat Szenario

Interessant dabei ist natürlich, wie weit diese Aufwärtsbewegung bei Bitcoin (BTC) voraussichtlich reicht, sollte dieses Szenario zutreffen.

Die Möglichkeit, dass der Bitcoin Kurs im Laufe seiner aktuellen Wellenstruktur auf 25.000 $ oder darüber hinaus steigen könnte, haben wir bereits seit Längerem diskutiert. Auch wenn ich zuletzt ein etwas schwächeren Verlauf favorisiert habe. Damit lag ich offensichtlich falsch.

Richtig scheint aber nach wie vor meine Einschätzung des mittel- und langfristigen Trends zu sein. Sollte es sich demnach tatsächlich um eine korrektive Welle 4 handeln, lässt sich daraus schnell eine Bitcoin Prognose ableiten. Genauer genommen lassen sich hier zwei Fälle unterscheiden.

Bitcoin Prognose für das Flat in der Welle 4

Wie der Bitcoin Chart zeigt, hat der Kurs bereits die Anforderungen eines Running Flats erfüllt. Dieses besitzt nämlich einen Erwartungswert zwischen 20.800 $ und 25.000 $. Zudem handelt der Bitcoin Kurs aktuell ziemlich genau auf dem Niveau der oberen Trendlinie der abwärts gerichteten Handelsspanne und der Markt ist laut dem RSI und MACD Indikator stark überkauft. All das sind Hinweise darauf, dass hier bereits das Ende der Wellenstruktur erreicht worden sein könnte.

Das starke Volumen beim bisherigen Anstieg spricht allerdings für die Ausbildung eines Expanded Flats und damit ein Preisziel von 28.600 $ bis 33.800 $. Es ist also gut möglich, dass sich diese Bewegung noch etwas hinzieht und damit die Zeit hat, auch auf höheren Zeit-Charts eine klare bearische Divergenz auszubilden.


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Fazit der Bitcoin Prognose

Schlussfolgernd hat der Bitcoin Kurs durchaus noch Platz zum Steigen, ohne mein Primärszenario für den langfristigen Trend zu invalidieren. Aktuell befindet er sich allerdings an einer kritischen Stelle, bei der Widerstand zu erwarten ist und das in einer Marktphase, wo BTC stark überkauft zu sein scheint.

Entsprechend erwarte ich eine baldige Gegenbewegung. Ob sie das Ende der aktuellen Aufwärtsbewegung ist, wird anfangs schwer zu erkennen sein. Erst wenn der Bitcoin Kurs unter 18.300 $ korrigiert, ist für mich klar, dass diese Aufwärtsbewegung zu Ende ist. Zumindest laut meinem Primärszenario, dem Expanded Flat.

Die Invalidierungslevel für dieses Szenario sind eindeutig. Der Bitcoin Kurs darf kurzfristig nicht über 33.120 $ steigen. Gleichzeitig darf er bei seiner finalen Abwärtsbewegung nicht unter die 13.750 $ fallen. In beiden Fällen wäre das Expanded Flat Szenario, wie wir es seit November 2021 diskutieren, invalide und müsste damit verworfen werden.


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Hat der Zusammenbruch von der Krypto Börse FTX dazu geführt, dass Solana und die SOL Coin ein Tief erreicht haben, vom dem sie sich nie wieder erholen können?

Wer meine Solana Prognose kennt, der weiß, dass ich die Altcoin noch lange nicht abgeschrieben habe. Das Gegenteil ist der Fall! In meiner Analyse argumentiere ich, dass sich die SOL Coin aufgrund der Umstände mit FTX zu einer der lukrativsten Investitionsmöglichkeiten überhaupt entwickeln könnte. Doch soll es heute nicht um eine technische Chartanalyse gehen.

Heute und hier gebe ich Dir einen Überblick über den Status des dortigen Ökosystems nach dem Crash von FTX. Dieser Artikel dient allerdings einzig und allein nur zu Informationszwecken. Er soll nicht als Anlageberatung dienen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Solana und seine technische Entwicklung
  2. Dezentralität des Netzwerks
  3. Anwendungen auf Solana
  4. Fazit zum Status Quo von Solana
Key-Takeaways:
Solana hat zweifelsohne mit Problemen zu kämpfen. Der Solana Kurs spricht dafür Bände. Das DeFi-Ökosystem hat signifikante Kapitalabflüsse erlebt, während die Tokenomics nach wie vor problematisch ist. Auch technisch ist die Blockchain noch nicht ausgereift. Neue Initiativen könnten dies allerdings bald ändern. Es zeigt sich zudem, dass Solana nicht abhängig von FTX und seiner Gefolgschaft ist und nach wie vor auf ein gesundes Netzwerk und eine treue Entwickler-Gemeinschaft zurückgreifen kann. Insbesondere im NFT-Sektor ist das Ökosystem von Solana zudem nach wie vor stark aufgestellt.

Solana und seine technische Entwicklung

Bis heute ist die Flucht von Solana-Entwicklern auf andere Blockchains ein heiß diskutiertes Thema. Doch wie berechtigt sind diese Befürchtungen wirklich?

Um dies herauszufinden, wurde kürzlich eine Umfrage durchgeführt. Diese hatte zum Ziel, Daten zu sammeln, die diese Befürchtung entweder bestätigen oder widerlegen können. Das Ergebnis ist wie folgt:

Eine beträchtliche Anzahl von Entwicklern setzt tatsächlich auf andere Blockchains. Allen voran auf die von Ethereum. Nichtsdestotrotz bleibt mit 66% der befragten Entwicklern die Mehrheit ausschließlich auf Solana.

Grafik zu befragten Entwicklern, ob sie auf Solana bleiben oder nicht

Besonders interessant ist, dass in etwa 72% der befragten Entwickler angab, dass ihr Team überhaupt nicht von dem Zusammenbruch der Krypto Börse FTX betroffen war. Rund 20% hatten allerdings ihre persönlichen Vermögenswerte oder die des Projektes auf FTX.

Zusammenfassend hatte der FTX Crash also durchaus eine signifikante Abwanderung von Entwicklern zur Folge. Allerdings bleibt die Mehrheit der Gemeinschaft dem Netzwerk von Solana treu. Welche Entwicklungen dabei tatsächlich stattfinden, schauen wir uns jetzt an.

Solana soll bis zu 600.000 TPS schnell werden

Firedancer, Jito-Solana und Multiple Leaders per Slot sind einige der am meisten erwarteten Projekte innerhalb der Entwicklergemeinschaft und an ihnen wird nach wie vor gewerkelt.

Firedancer ist ein unabhängiger, C++ basierter Validator-Client, der von Jump Crypto entwickelt wurde. Sobald er in Betrieb ist, wird Solana die zweite Blockchain (nach Ethereum) mit mehreren Clients sein. Mehrere Codesätze zu haben, welche die Blockchain von Grund auf „ausführen“ können, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fehler dem Netzwerk erheblichen Schaden zufügen kann.

Die Initiative besitzt zudem das Potenzial, die Leistung von Solana massiv zu verbessern. Dabei wurde eine Leistungsfähigkeit von 600.000 Transaktionen pro Sekunde (TPS) demonstriert. Aktuell sind laut dem Team bis zu 65.000 TPS möglich, wobei der Durchschnitt eher bei 3.000 TPS.

Das ist zwar immer noch beeindruckend schnell, wenn wir es mit den 15 TPS von Ethereum vergleichen, aber deutlich weniger als kommuniziert. Daher sollten die 600.000 TPS mit Sicherheit ebenfalls mit Vorsicht genossen werden, dennoch demonstrieren sie, dass hier signifikante Verbesserungen der technischen Leistungskapazität im Kommen sind.

Firedancer befindet sich zwar noch in der Testphase, aber es wird erwartet, dass es im Laufe des Jahres 2023 schrittweise eingeführt wird.

Jito-Solana soll effizientere Märkte schaffen

Jito-Solana ist ein modifizierter Validator-Client von Jito Labs. Er soll die Erleichterung von MEV ermöglichen. MEV steht dabei für „maximal extrahierbarer Wert“ und ein Begriff aus dem Blockchain-Bereich. Er bezieht sich auf das Extrahieren des Wertes aus der Transaktionsreihenfolge auf der Blockchain. Ähnlich wie es Flash-Bots auf Ethereum tun.

Für den normalen Anleger ist das Thema zwar schwerer zu fassen, aber dennoch sollte deswegen die Bedeutung eines optimierten MEV für Solana nicht unterschätzt werden. Er schafft nämlich effizientere Märkte.

Ein effizienterer Datenfluss auf der Blockchain

Solana hat sein altes Datenübertragungsprotokoll, das User Datagram Protocol (UDP), durch QUIC ersetzt. Dieses ermöglicht eine bessere Kontrolle über den Datenfluss auf der Blockchain von Solana. Validierer sind dadurch leichter in der Lage, Spam-hafte Transaktionsdaten herauszufiltern, welche die Blockchain in der Vergangenheit beschädigt haben.

In diesem Zusammenhang sind auch die bereits teilweise implementierten Gebührenmärkte interessant. Solana-Konten haben nämlich eine harte Obergrenze für die Rechenleistung. Ist diese einmal erreicht, können nachfolgende Transaktionen den Zustand des Kontos während eines bestimmten Blocks nicht mehr verändern. Lokale Gebührenmärkte ermöglichen es aber Nutzern, Prioritätsgebühren an Validierer zu senden. Dadurch kann die Dringlichkeit einer Änderung des Kontostandes ausgedrückt werden. Und zwar nachdem das Konto bereits das Limit seiner Rechenleistung erreicht hat.

Das Ergebnis ist weniger Spam, da dieser mühelos überboten werden kann. Das wiederum ermöglicht ebenfalls eine größere Effizienz der Blockspace-Märkte auf Solana. Wie die folgende Grafik zeigt, verzeichnet das Ökosystem auf Solana eine schnelle Adoption dieser Neuerung.

Ein Graph, der die steigende Adaption der Gebührenmärkte auf Solana beschreibt

Mittlerweile betragen diese sogenannten „Fees with bump“ einen Anteil von über 30% der insgesamten Transaktionsgebühren. Das bedeutet, dass nachweislich mehr Transaktionen im Netzwerk nicht das Resultat von Spam, sondern echter Aktivität ist.

Und hier endet die Innovation noch nicht. Denn auch Concurrent Merkle Trees ist eine neue, von Solana Labs entwickelte Methode, welche die Komprimierung von Kontodaten ermöglicht und gleichzeitig die Möglichkeit bietet, den Zustand dieser Daten zu ändern.

Eine solche Kontokomprimierung wird die Kosten und den Speicherbedarf auf der Blockchain von Solana erheblich senken. Vor der Komprimierung würde die Speicherung von Daten für 10 Millionen Vermögenswerte 1,14 Millionen US-Dollar kosten und 3,8 GB Speicherplatz beanspruchen. Durch die Komprimierung senkt sie dasselbe Paket auf 250 US-Dollar und 828 KB. Wir sprechen also über eine Senkung in Höhe von 99,98% für die Kosten und den beanspruchten Speicherplatz.

Metaplex, eine NFT-Plattform auf Solana, plant, dies zu nutzen, um die Kosten für die NFT-Prägung auf der Plattform exponentiell zu senken. Doch darauf kommen wir an einem späteren Teil des Berichts noch zu sprechen.

Dezentralität des Netzwerks

Wie haben darüber gesprochen, dass auf Solana sehr wohl noch Innovation stattfindet. Die Entwicklungen haben also nicht durch den FTX Crash gestoppt. Doch wie ist es um die Gesundheit des Netzwerkes beschert? Ist Solana ausreichend dezentralisiert?

Geographische Verteilung der Solana-Validierer

Mit Stand vom 24. Dezember verfügt das Solana-Netzwerk über insgesamt 2.317 Validierer mit einem Gesamteinsatz von ~377 Millionen SOL Coins. Das entspricht aktuell immerhin über 50% des Angebots aller Solana Coins. Die Validierer verteilen sich dabei auf mehr als 35 geografische Standorte rund um den Globus und 138 einzelne Rechenzentren.

Grafik der geographischen Verteilung der Solana Validierer

Obwohl die Validierer über mehr als 35 geografische Standorte verteilt sind, befinden sich rund 42% von ihnen in den USA und Deutschland. Eine solche geografische Konzentration ist typisch für ein Layer-1-Blockchain und stellt ein Problem dar.

Die Gefahr ist hoch, dass zu viele Validierer an einem Standort Opfer von geopolitischen Risiken, Vorschriften und Naturkatastrophen werden können. Wenn diese Anzahl an Validierern einen signifikanten Anteil im gesamten Netzwerk ausmachen, werden diese Umstände auch zu Risiken für das gesamte Netzwerk.

Währenddessen liegt der Nakamoto-Koeffizient von Solana bei 28. Der Nakamoto-Koeffizient ist ein branchenüblicher Maßstab für den dezentralen Charakter einer Blockchain. Der Wert von 28 ist natürlich kein Vergleich zu Bitcoin, aber liegt über dem Branchendurchschnitt.

Dezentralisierungsgefahr durch Rechenzentren

Ein weiteres Problemfeld für die Dezentralisierung eines Netzwerks ist die Konzentration von Rechenzentren. Die Nutzung von privaten Rechenzentren wie beispielsweise AWS für den Betrieb von Validatoren stellen potentiell natürlich eine Gefahr da. Theoretisch verleiht das den eigentlichen Eigentümern der Rechenzentren eine unverhältnismäßig große Macht über das Netzwerk. Das ist auch ein Problem, mit dem Ethereum zu kämpfen hat.


Lies hierzu:
DeFi auf Ethereum in Gefahr? 3 Cloud-Anbieter hosten fast die Hälfte aller Nodes


Der „Hetzner-Vorfall“ zeigt, wie problematisch eine zu hohe Konzentration auf Rechenzentren werden kann. Ende September wies das Netzwerk von Solana mit dem deutschen Web-Hosting-Unternehmen Hetzner Online eine hohe Konzentration von Validierern und Stakes in Deutschland und den USA auf. Hetzner beherbergte über 40 % der Validierer und über 20 % aller gestakter SOL Coins.

Anfang November änderte Hetzner seine Politik für die Nutzung seiner Server und entfernte alle Solana-bezogenen Aktivitäten. Glücklicherweise reichte die Konzentration nicht aus, um das Netz dadurch lahm zu legen. Dennoch verdeutlicht das Ereignis die potenziellen Risiken einer zu großen Netzwerkkonzentration an einem einzigen geografischen Standort und in einem einzigen Rechenzentrum.

Wie die folgende Grafik zeigt, ist bei Solana glücklicherweise aktuell kein einziges Rechenzentrum in der Lage, 33,3% der Validierer zu hosten. OVH SAS zeigt allerdings eine ungesunde Tendenz hinsichtlich der Anzahl der Validierer. Allerdings betrifft das nicht die Anzahl an gestakten SOL Coins.

Grafik der Validierer von Solana in Rechenzentren

Die Kategorie „Sonstige“, die mehr als 30% der Gesamtbeteiligung ausmacht, besteht aus mehr als 125 einzelnen Rechenzentren und stellt damit keine Gefahr dar.

Betrachten wir die 28 größten Validierer, die den Nakamoto-Koeffizienten ausmachen, ergibt sich ein etwas anderes Bild als bei der offensichtlichen Konzentration bei OVH SAS nach der Migration in Folge des Hetzner-Vorfalls.

Grafik der 28 größten Validierer auf der Solana Blockchain

Diese 28 Validierer kontrollieren mehr als 33% des Netzwerks. Auffällig ist dabei, dass mehr als die Hälfte von Amazon und Terraswitch gehostet werden. Dass reicht zwar noch nicht aus, um Absprachen gegen das Netzwerk zu befürchten, allerdings ist das ein Punkt, den man im Auge behalten sollte.

Zusammenfassend lässt sich allerdings festhalten, dass die Dezentralität bei Solana ausreichend gewahrt wird. Das Netzwerk ist nach wie vor gesund und tatsächlich hat der Hetzner-Vorfall dazu geführt, dass sich eine große Menge von Validierern und gestakten SOL Coins auf dutzende von anderen geografischen Standorten und Datenzentren verteilt und damit die Dezentralität verbessert hat.

Anwendungen auf Solana

Solana zählte vor dem FTX Crash nicht zu unrecht zu einem der am meisten diskutierten Layer-1-Blockchains. Das Netzwerk verfügt über eine Vielzahl von Anwendungen in den Bereichen DeFi, Web 3.0, NFTs und Gaming. Insgesamt sind es deutlich zu viele, als das wir uns jedes nennenswerte Projekt genauer anaschauen können. Daher konzentrieren wir uns in diesem Artikel auf einige wenige, die eine besondere Erwähnung verdient haben.

Die folgende Grafik ist allerdings eine von Messari erstellte Übersicht des Ökosystems auf Solana. Sie enthält viele Projekte aus den verschiedenen Teilbereichen und kann daher für einen detaillierteren Einblick genutzt werden.

Übersicht der Anwendungen auf Solana aufgeteilt nach ihrer Nische

Solana’s DeFi

Den DeFi-Sektor auf Solana hat der Zusammenbruch der Krypto Börse FTX zweifelsohne am härtesten getroffen. Wie wir auf Bitcoin-Bude bereits vor der Implosion von FTX berichtet haben, hatte der Sektor mit massiven Abflüssen von verwaltetem Kapital (TVL) zu kämpfen.

Grafik, welche die Abwanderung des Kapitals aus dem DeFi-Ökosystem von Solana zeigt

Wie die Grafik zeigt, ist das TVL auf Solana von einst 10 Milliarden Dollar auf nur noch 230 Millionen geschrumpft. Das ist ein Rückgang von insgesamt 97,7% und lässt sich nicht schön reden. Doch um das Ganze in den richtigen Kontext zu setzen, müssen wir uns auch andere Blockchains in dieser Hinsicht anschauen.

Wie die folgende Tabelle zeigt, haben alle Blockchains durch die anhaltend negative Marktlage mit einem erheblichen Rückgang des TVL, gemessen in seinem US-Dollar-Wert, zu kämpfen. Ethereum weißt hier mit -79% den noch „besten“ Wert auf. Bei Avalanche und Fantom, direkten Konkurrenten von Solana, waren es hingegen mit -93% und -95% ähnlich schlechte Werte wie bei Solana selbst.

Tabelle, die das schrumpfende DeFi-TVL auf verschiedenen Blockchains zeigt (gemessen in USD)

Dieser starke Rückgang in TVL ist natürlich nicht einzig und allein durch den Abfluss von Kapital aus dem DeFi-Bereich zu erklären. Vorranging liegt es daran, dass hier viele Vermögenswerte mit einfließen, die keine Stablecoins sind und folglich selbst stark in ihrem Wert gesunken sind.

Schlussfolgernd macht Solana hier als absolutes Schlusslicht dennoch keine gute Figur. Es ist deutlich, dass der Zusammenbruch der Krypto Börse FTX und dem Schwesterunternehmen Alameda Research deutliche Spuren in dem Segment hinterlassen haben. Die große Frage ist, ob das DeFi-Ökosystem von Solana in der Lage ist, sich davon zu erholen. Etwas, was wahrscheinlich nur durch innovative und interessante Applikationen zu bewerkstelligen ist.

Solana native dezentrale Krypto Börsen

Solana hat zweifelsohne einige dezentrale Krypto Börsen (DEXs) vorzuzeigen. Doch wenn es um die Zukunft von DeFi auf der Blockchain der SOL Coin geht, sind insbesondere drei Namen erwähnenswert, die wahrscheinlich vielen noch kein Begriff sind. Diese Namen sind OpenBook, Ellipsis Labs und Lifinity.

OpenBook ist eine von der Community betriebene Abspaltung (Fork) der bekannten DEX Serum V3. Eine, die sogar von Serum’s Twitter-Kanal, offen befürwortet wurde. Aktuell verwendet OpenBook noch den SRM-Token von Serum aus Gründen der Einfachheit. Die Entwickler geben aber an, dass sie möglicherweise davon weggehen, was die Option offen lässt, dass die DEX zukünftig eventuell sogar ihren eigenen Token einführen wird. Die Möglichkeit eines Airdrops wurde allerdings bislang verneint.

Das Phoenix Orderbook von Ellipsis Labs erweitert sogar noch Serums ursprüngliche Vision des Central-Limit-Order-Book (CLOB) um eine Reihe von Design-Entscheidungen, wodurch die DEX noch effizienter werden soll. Die DEX wird aktuell auf dem Dev Testnet ausgiebig getestet und ist damit noch nicht live.

Zu guter Letzt nutzt Lifinity konzentrierte Liquidität und ein proaktives Market-Maker-Modell. Dadurch erhofft man sich, die Abhängigkeit von Arbitrageuren zu beseitigen. Gleichzeitig sollen unbeständige Verluste durch die Begrenzung von Geschäften gegen veraltete Preise reduziert werden und vieles mehr. Mit LFNTY besitzt die DEX auch einen eigenen Token.

Derivate und Optionen

Jeder, der unseren berühmt berüchtigten Newsletter über das Potential des Optionshandels im Bereich von DeFi gelesen hat, weiß um das Potential dieses Segments.


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Doch dieses begrenzt sich nicht nur auf den dezentralen Optionshandel, sondern Derivate und strukturierte Produkte im Allgemeinen. Auf Solana befinden sich bereits zahlreiche Teams die sich genau damit auseinandersetzen. Einige erwähneswerte Namen sind hier Zeta Markets, Mango Markets, Drift, PsyOptions, Cega, Friktion und 01.

Die Teams dieser Projekte versuchen, zentrale Probleme zu lösen. Dazu gehören unter anderem die Beschaffung von Liquidität, der Handel von Cross-Margin und die Unterstützung von neuen Vermögenswerten.

NFTs auf Solana

Solana war schon immer für eines bekannt und zwar seinen regen Handel mit Non-Fungible-Tokens (NFTs). Überraschenderweise hat der Handel mit diesen JPEGs sogar der gesamten Krise erfolgreich getrotzt. Das tägliche Verkaufsvolumen, gemessen in der SOL Coin, erreichte im November sogar fast ein Allzeithoch.

Solana NFT Verkäufe gemessen in der SOL Coin

Darüber hinaus wurde das NFT-Ökosystem von Solana durch die kontinuierliche Optimierung des Digital Asset Standard von Metaplex befeuert. Dieser stellt den Standard für alle NFTs auf Solana dar.

Auch hier wird die Innovation weiter vorangetrieben. So entwickelt Metaplex seine beliebten Open-Source-Minting-Lösungen wie Candy Machine weiter und kündigte kürzlich No-Code-Lösungen für technisch weniger versierte Schöpfer von NFTs an.

Des Weiteren sollen durch neue Komprimierung von Metaplex für NFTs die Kosten für die On-Chain-Speicherung von NFTs drastisch gesenkt werden. Durch die Komprimierung können bis zu 1 Million NFTs für ~6 SOL (~70$) und 100 Millionen für ~50 SOL (~570$) gleichzeitig geprägt werden.

Darüber hinaus ermöglicht es Phantom seinen Nutzern durch seine Browsererweiterung, ihre NFTs direkt auf Magic Eden zu listen. Atomic Wallet hat währenddessen die Unterstützung für Solana NFTs auf seiner Desktop- und Mobilversionen angekündigt und Rarible bleibt einer der größten NFT Börsen. Solana ist in diesem Sektor nach wie vor das zweitgrößte Netzwerk in Bezug auf das sekundäre Verkaufsvolumen und verringert seinen Rückstand auf Ethereum.

Trotz aller Umstände ist Solana damit im NFT-Sektor weiterhin stark positioniert. Ein Sektor, dem bis 2030 ein Wachstum auf bis 231 Milliarden US-Dollar zugetraut wird.

GameFi auf der Blockchain der SOL Coin

Zu dem Thema fällt mir ein weitere Newsletter-Ausgabe ein, in der wir das Potential von Metaverse & Gaming besprochen haben. So gut wie jede größere Layer-1-Blockchain kämpft aktuell darum, sich möglichst gut für GameFi zu positionieren und das hat auch seinen Grund.

Doch wie steht Solana in dieser Hinsicht dar?

Mit der Initiative Solana Ventures und ihrem 150 Millionen Dollar schweren Fonds zur Förderung eines Gaming-Ökosystems ist hier bereits einiges in Bewegung gekommen. Seitdem sind weitere Investoren wie Magic Eden’s Magic Ventures, Infrastrukturen wie das Gaming-Launchpad Ancient8’s DoJo und Spiele-Entwickler wie Eternal Dragons hinzugekommen.

Nichtsdestotrotz muss sich Solana in dieser Nische noch behaupten und das funktioniert am besten durch erfolgreiche Gaming-Titel. Star Atlas war bislang der wohl bekannteste Titel, der auf der Solana-Blockchain gestartet ist. Nur leider enttäuschte das Team eher durch seinen Fokus auf den Verkauf von NFTs, anstelle der Entwicklung eines wirklich guten Games. Zumindest war das bislang mein persönlicher Eindruck.

Ein anderer erwähnenswerter Titel ist das Mobile-Game CryoWar. Doch leider wurde hier ein verheißungsvolles Projekt durch eine extrem schlechte Tokenomics völlig in den Sand gesetzt. Ob nun Absicht oder Unvermögen dahinter gesteckt hat, ist einerlei. Das Ergebnis ist dasselbe.

Im Gegensatz dazu steht Ev.io. Hier handelt es sich um einen Free-to-Play Ego-Shooter.

Gameplay-Ausschnitt aus ev.io

Spieler können hier ihre Gegner mit Sci-Fi-Waffen auf Trab halten, um „e“-Marken zu verdienen. Das Spiel punktet in jedem Fall mit einem unkomplizierten Einstieg. Spieler brauchen nämlich weder ein Konto noch irgendwelche Erfahrungen mit Kryptowährungen, um einzusteigen und loszulegen. Es funktioniert ohne einen Download im Browser des Nutzers.

Fazit zum Status Quo von Solana

Wir haben über die Entwicklergemeinschaft, die technische Innovation und Dezentralität des Netzwerks von Solana und seiner SOL Coin gesprochen. Dabei hat sich gezeigt, dass die Behauptung, Solana sei in einer vollständigen Abhängigkeit zu der Krypto Börse FTX, falsch ist.

Bezeichnungen wie „SBF-Chain“ werden der Blockchain und der dortigen Entwickler-Gemeinschaft nicht gerecht. Zwar hatte der FTX Crash einen signifikanten Einfluss auf das Projekt und den Solana Kurs, allerdings sollte dieser nicht einzig und allein über die Zukunft des Netzwerkes bestimmen können. Nach wie vor sehen wir, dass Verbesserung an seiner Kerninfrastruktur und -funktionalität stattfinden.

Doch nutzt all das natürlich nur wenig, wenn es keine Anwendungen gibt, die darauf aufbauen. Doch auch hier sind nach wie vor innovative Vorstöße zu erkennen. Es zeigt sich zudem, dass Solana insbesondere in Sachen NFTs nach wie vor stark positioniert ist. Projekte in den Bereichen DeFi und GameFi versuchen zudem, einst erlebte Größe zurückzugewinnen. Etwas, was angesichts der stark anwachsenden Konkurrenz, kein leichtes Unterfangen wird.

Abschließend ist noch die Situation zu den Investoren von Solana erwähnenswert. Eine häufige Kritik war nämlich, dass FTX zu einer kleinen Gruppe von Investoren gehöre, die nur darauf aus ist, aus Projekten, die auf Solana aufbauen, möglichst viel Gewinn abzuschöpfen. Zu sogenannten „Sam-Coins“ gehören insbesondere Serum, Oxygen und MAPS.

Doch sind diese mit FTX verwandten Mitglieder dieser Gruppe von Investoren glücklicherweise nicht die einzigen, auf die das Projekt zurückgreifen kann. Weitere Investoren und Unterstützer sind Jump, CMS, Sino und Multicoin. Noch größer ist allerdings die Gruppe der Investoren auf der Risikoseite. Dazu zählen Foundation Capital, Race Capital und weitere, die bereits vor FTX in die SOL Coin investiert waren.

Entscheidend wird auch die Fähigkeit sein, neue Investoren für das Ökosystem zu begeistern. In dieser Hinsicht hat Chris Burniske von Placeholder und R89 Capital nach dem Zusammenbruch von FTX lautstark neue Perspektiven für Solana angeboten.

Wenn alle hier diskutierten, positiven Komponenten, zusammen genommen, es schaffen, die seit langem bestehenden Probleme dieses Ökosystems zu beheben, was auch insbesondere die Tokenomics der SOL Coin mit einschließt, könnte Solana eventuell stärker als je zuvor aus dieser Krise hervorgehen. Damit wäre also meine Solana Prognose durchaus realistisch. Doch bis dahin ist es ein noch langer und beschwerlicher Weg.

Zum Schluss gehen Credits an James Trautman von Messari raus, auf dessen Arbeit große Stücke dieses Berichts aufbauen.


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Kennst Du eigentlich die Inflationsrate von Bitcoin? Oder die von Ethereum oder einer der anderen Kryptowährungen in den Top 10?

Nein? Na dann wird es aber höchste Zeit, dass wir diese Wissenslücke stopfen. Schauen wir uns also gemeinsam an, was auch Cardano, Dogecoin, die Binance Coin, Ripple und Polygon hinsichtlich ihrer Inflationsrate zu bieten haben und ob diese besser oder vielleicht sogar schlechter als die von Fiat-Geld ist.

Inflationsrate der Top 10 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung

Bevor wir uns die einzelnen aktuellen Inflationsraten anschauen, gilt es zu beachten, dass sich unter den Top 10 Kryptowährungen 3 Stablecoins befinden. Tether (USDT) belegt den dritten Platz, USDC den vierten und BUSD den sechsten Platz. Daher habe ich sie bei dieser Betrachtung natürlich außen vor gelassen. Sie sind an den US-Dollar gebunden und obliegen damit derselben Inflationsrate wie dieser und zwar offiziell rund 7,11%.

Doch wie sieht es mit BTC, ETH, BNB, ADA, XRP, DOGE und MATIC aus?


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Genau das wollen wir uns jetzt etwas genauer anschauen. Wenn wir dabei über die Inflationsrate sprechen, ist natürlich die prozentuale Anzahl an Coins gemeint, um die sich das Angebot erhöht.

Im Anschluss daran gebe ich noch das Ranking preis, welches die ein oder andere Überraschung bereit hält.

1. Bitcoin (BTC)

Wie wir alle wissen, verringert sich die Anzahl an BTC, die durch das Bitcoin Mining neu in den Umlauf geraten, durch das sogenannte Bitcoin Halving. Dieses findet alle 4 Jahre statt und reduziert die Anzahl neu geschürfter BTC pro Block jeweils um die Hälfte.

Doch auch ohne das Bitcoin Halving ist die Inflationsrate eine sich ständig ändernde Komponente. Eine, die ständig weiter abnimmt. Daher können wir natürlich nur einen Blick auf den aktuellen Status Quo werfen. Für BTC bedeutet dies, dass die aktuelle Inflationsrate von Bitcoin 1,67% beträgt.

Bitcoin Inflation


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2. Ethereum (ETH)

Ethereum und seine native Kryptowährung Ether (ETH) sind eine Besonderheit unter den hier erwähnten Kryptowährungen. Denn die Inflationsrate von ETH hat im Jahr 2022 eine große Veränderung erlebt. Die Gründe dafür sind zum einen der Ethereum Merge, ein Ereignis, das den Wechsel von Proof of Work auf Proof of Stake beschreibt, und der EIP 1559, der die Verbrennung eines Teils der Transaktionsgebühr eingeführt hat.

Dadurch hat sich die Inflation von Ethereum radikal geändert und macht ETH zu dem fast am wenigsten inflationären Vermögenswerten unter den Top-Kryptowährungen. Denn seit dem Merge ist die Inflationsrate von Ethereum auf 0,007% gesunken.

aktuelle Inflationsrate von Ethereum seit dem Merge Durch den EIP 1559 hat Ethereum sogar das Potential deflationär zu werden. Wie der obige Graf zeigt, war das beispielsweise übergangsweise im November diesen Jahres der Fall.


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5. Binance Coin (BNB)

Die BNB Coin ist die native Kryptowährung der weltgrößten Krypto Börse. Gemeint ist damit natürlich Binance. Ein Projekt, dass nicht nur eine Krypto Börse, sondern mit der BNB Chain eine eigene Blockchain mit einem der aktivsten DeFi-Ökosysteme beherbergt.

Doch wie sieht es mit der Inflationsrate der Binance Coin aus?

Für viele dürfte es eine Überraschung sein, aber BNB ist tatsächlich deflationär. Das kommt daher, dass Binance die BNB Coin von Anlegern zurückkauft, um sie anschließend zu verbrennen. Darunter versteht man im Bereich der Kryptowährungen, wenn die Coins an eine Adresse geschickt werden, wo sie für niemanden mehr zugänglich sind.

Die Krypto Börse hat sich selbst dazu verpflichtet, insgesamt 100 Millionen BNB durch diesen Verbrennungsprozess aus dem Verkehr zu ziehen. Das entspricht der Hälfte des gesamten Angebots. Die Anzahl der entfernten Token wird automatisch durch die sogenannte Auto-Burn-Formel kalkuliert. Dieser Verbrennungsmechanismus wurde von Binance im letzten Quartal des Jahres 2021 eingeführt und ist daher noch recht frisch.

Anzahl verbrannter BNB Coins (Grafik)

Wie die Abbildung allerdings zeigt, hat die Krypto Börse in dieser kurzen Zeitspanne bereits 42 Millionen BNB verbrannt. Dadurch beträgt die Inflationsrate der Binance Coin aktuell -4,09%. Anders ausgedrückt, ist BNB deflationär und das Angebot hat insgesamt um rund 4 Prozent abgenommen.

7. Ripple (XRP)

Kommen wir nun zu Ripple und seiner XRP Coin. Das Projekt beschäftigt sich in erster Linie mit grenzüberschreitenden Zahlungen, die es mit Hilfe seiner Blockchain-Technologie, um ein vielfaches effizienter macht, als es bislang im traditionellen Zahlungsverkehr der Fall war.

Ripple und XRP erfreuen sich zudem über eine große Anhängerschaft. Allerdings hat das Projekt insbesondere durch den anhaltenden Rechtsstreit mit der US-Aufsichtsbehörde SEC zu kämpfen. Gerüchten zur Folge, soll sich dieser aber in 2023 dem Ende zuneigen.

Doch wie sieht es mit der Inflationsrate der XRP Coin aus?

Die Inflationsrate der Ripple Coin gehört mit 8,94% zu den höheren Kandidaten unter den Top-Kryptowährungen.

8. Dogecoin (DOGE)

Dogecoin hat in den letzten Jahren einen Aufschwung erlebt, der wohl so ziemlich jeden überrascht hat. Mit seiner DOGE Coin hat das Projekt eine unglaubliche Bekanntheit erreicht, die über die Krypto-Szene weit hinaus reicht. Das ist nicht zuletzt dem Milliardär und berühmten Unternehmer Elon Musk zu verdanken. Der Mann ist nämlich ein großer Fan und Unterstützer der Meme-Coin.

Elon Musk Dogecoin News

Dogecoin hat eine eigene Blockchain, die mit dem Proof of Work Konsensmodell arbeitet. Das bedeutet, dass ähnlich wie bei Bitcoin, neue Doge Coins durch das Dogecoin Mining geschürft werden.

Das ist eventuell dem ein oder anderen bekannt. Was viele aber wahrscheinlich nicht wissen, ist, dass die Inflationsrate von Dogecoin mit 0,02% sehr viel geringer ist als bei Bitcoin.

9. Cardano (ADA)

Cardano ist eine Smart Contract Blockchain wie die von Ethereum. Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen den beiden Projekten ist, dass Cardano ebenfalls den Stake of Proof Konsensmechanismus nutzt und zwar schon um einiges länger als Ethereum.


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Doch Cardano und seine ADA Coin unterscheiden sich in einem Aspekt sehr von Ethereum und ETH. Die Rede ist von der Inflationsrate. Denn die Inflation der ADA Coin ist mit 7,49% deutlich höher als bei ETH.

10. Polygon (MATIC)

Polygon ist eine Sidechain von Ethereum und in vielerlei Hinsicht ein sehr interessantes Projekt. Im Mittelpunkt des Ganzen steht die hauseigene MATIC Coin und erst kürzlich teilte Polygon seine Errungenschaften im Jahr 2022. Wenn es um die Inflationsrate geht, kommt hier allerdings Widersprüchliches zum Vorschein.

Laut der Seite CoinCodex beträgt die Inflationsrate der Polygon Coin MATIC aberwitzige 61,66%. Normalerweise scheint die Seite akkurate Daten zu liefern, doch hier scheint ihr ein Fehler unterlaufen zu haben. In jedem Fall deckt sich diese Einschätzung in keiner Weise mit dem Supply Schedule, der angibt, wann wie viele MATIC Coins in den Umlauf geraten.

Der Angebotskalender von Polygon gibt an, wie viele MATIC wann im Umlauf sind

Laut dieser Kurve ist das liquide Angebot der MATIC Coin in 2022 von 8,4 Millionen auf 9,5 Millionen gewachsen. Das entspricht einer Inflationsrate von rund 13,6% für Polygon. Diese nimmt ebenfalls stetig ab, bis im Jahr 2025 das maximale Angebot von 10 Millionen MATIC erreicht wird.

Ranking der Top-Kryptowährungen nach ihrer Inflationsrate

Kommen wir also zu dem Ranking der Top-Kryptowährungen gemessen an ihrer Inflationsrate. Die Tabelle dürfte dabei die ein oder andere Überraschung bereithalten.

Liste der Top-Kryptowährungen und ihrer Inflationsrate


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Die Community von Filecoin hatten kürzlich das Glück die bislang größte Veranstaltung von dem Projekt zu besuchen, die es bisher in Asien gegeben hat. FIL-Singapur hieß das gute Stück und versammelte sowohl Entwickler als auch Anleger der FIL Coin aus der ganzen Welt. Dabei ging es vorrangig darum, sich miteinander auszutauschen und von anderen Mitgliedern zu erfahren, was für das Netzwerk als nächstes ansteht.

Doch falls Du die Veranstaltung verpasst hast, ist das natürlich kein Problem. Denn hier und jetzt geben wir einen Überblick über die Highlights und verraten, was sich hinter dem Masterplan für die FIL Coin versteckt. Und einen Masterplan könnte der Filecoin Kurs gut vertragen, denn der hatte zuletzt nicht allzu viel zu lachen.

Der Filecoin Masterplan: So sieht er aus

Bislang war es dem Web 3.0 nicht möglich, in dem Maße zu skalieren, wie es die Anforderungen von Web 2.0-Anwendungen erforderlich machen. Ein großes Problem ist dabei, dass solche Anwendungen eine enorme Menge an Speicherplatz und Rechenleistung benötigen. Keine Blockchain ist heute in der Lage, eine solche Menge an Daten zu verarbeiten.


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Um insbesondere nutzerfreundliche Anwendungen im Web 3 zu ermöglichen, erfordert es eine sekundenschnelle Bereitstellung von Daten und darauf aufbauende Rechenpipelines. Juan Benet diskutierte genau das bei der Präsentation des Filecoin Masterplans und dieser sieht wie folgt aus:

1. Aufbau des weltweit größten dezentralen Speichernetzwerks

2. Die Daten der Menschheit an Bord zu nehmen und zu sichern

3. Abruf- und Rechenkapazitäten für die Daten bereitzustellen, um skalierbare Anwendungen zu entwickeln

Insgesamt soll all das Filecoin als ein „´Layer 0“ für sämtliche Computernetzwerke positionieren. Wie genau aber diese 3 Schritte umgesetzt werden sollen, schauen wir uns jetzt noch etwas genauer an.

Teil 1: Filecoin und seine Skalierbare Datenspeicherung

Die wohl positivste Filecoin News ist in dieser Hinsicht, dass der erste Schritt des Plans bereits in den letzten zwei Jahren seit dem Start des Mainnets erreicht wurde. Das Netzwerk ist durch seine engagierte Community auf eine Speicherkapazität von über 15,9 EiB in Rohbyte gewachsen, die sich auf der ganzen Welt verteilt.

Für die Leser, die genauso wenig mit der Abkürzung „EiB“ anfangen können: Die Abkürzung steht für Exbibyte. Umgerechnet entsprich 1 EiB in etwa 1.152.921.504 Gigabytes (GB). Also einer ganzen Menge!

Dieser Erfolg wurde durch verschiedene Bemühungen und Hardware-Anbieter ermöglicht, die den Prozess einfacher und effektiver gestaltet haben. Andere Bemühungen, wie Filecoin Green, sorgen dafür, dass dieses Wachstum Hand in Hand mit Nachhaltigkeitszielen geht. Dabei ist es Filecoin ein Anliegen eine kohlenstoffneutrales – oder sogar kohlenstoffnegatives – Netzwerk zu schaffen.

Teil 2: Massives Onboarding von Daten

Eine weitere positive Nachricht ist, dass der zweite Schritt ebenfalls bereits im vollen Gange ist. Allein im Jahr 2022 ist das Netzwerk von Filecoin von 22 PiB auf 215 PiB an im Netzwerk gespeicherten Daten herangewachsen. Dies ist eine fast achtfache Steigerung mit über 2 PiB an Daten, die täglich hinzukommen.

Ja ich weiß, wieder eine neue Abkürzung. PiB steht dabei für Pebibyte. Die Umrechnung ist hier 1 PiB = 1,126 Millionen GB. Auf Bitcoin-Bude lernt man eben nicht nur über Kryptowährungen etwas dazu. 😉

Damit ist Filecoin aktuell das mit Abstand größte dezentrale Speichernetzwerk der Welt. Das Netzwerk beherbergt mittlerweile laut eigener Aussage über 1.000 einzigartigen Kunden. Es konkurriert damit bereits mit vielen zentralisierten Cloud-Speicheranbietern aus dem Web2-Bereich.

Das Projekt fokussiert sich darauf, bestimmte Nutzersegmente zu erschließen. Dazu gehören beispielsweise NFT-Metadaten und Verbraucheranwendungen in den Bereichen Musik, Video, Spiele und Metaverse.

Die Community arbeitet auch an Projekten wie CDNs, Saturn Retrieval Markets und anderen Möglichkeiten, um Abrufzeiten von unter einer Sekunde auf Filecoin zu erreichen.

Teil 3: Filecoin möchte Daten nutzbar machen

Die Speicherkapazität von Filecoin hat einen Teil des Problems der Web3-Infrastruktur für Verbraucheranwendungen gelöst. Jetzt arbeitet die Community daran, die Rechenleistung zu entwickeln, um diese Bedürfnisse zu erfüllen. Hier kommen die Filecoin Virtual Machine (FVM) und Compute over Data ins Spiel.

Die FVM wird Smart Contracts und Programmierbarkeit über den Zustand der Blockchain bringen, während Compute over Data groß angelegte Berechnungen über die Daten des Netzwerks ermöglichen wird. Infolgedessen wird das Filecoin-Netzwerk die Heimat von dezentralisierten Berechnungsnetzwerken sein, die darauf aufgebaut werden und sich auf Daten stützen, die auf Filecoin gespeichert sind.

Zusammen mit der aktuellen Forschung des ConsensusLab im Bereich des skalierbaren Durchsatzes verspricht man sich, dass diese Entwicklungen neue Arten von dezentralen Web3-Anwendungen für Verbraucher ermöglichen.

Interoperabilität ist auch hier ein Thema. So soll Filecoin auch in der Lage sein, Daten von anderen Blockchains zu berechnen. Damit ist der Filecoin Masterplan im vollem Gange und nähert sich im Jahr 2023 dem dritten Schritt.


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Einige der Entwickler des Netzwerks haben sich besorgt über das kommende Shanghai-Upgrade geäußert. Die Angst ist groß, dass Ethereum aktuell überhastet in unabsehbare Probleme stolpert.

Wo genau das Problem dabei liegt, schauen wir uns in dieser Ethereum News genauer an.

Ether (ETH) im Wert von 25 Milliarden US-Dollar werden aus ihrem Smart Contract Käfig befreit

Nach dem Erfolg des Ethereum Merge im September sind alle Augen wieder auf das Netzwerk der weltweit größten Altcoin gerichtet. Dieses bereitet sich nämlich darauf vor, sein nächstes großes Update auszurollen.

Das Update trägt den Namen Shanghai und verspricht zu liefern, worauf Ethereum-Nutzer 2 Jahre lang sehnlichst gewartet haben: Eine Möglichkeit, ihre ETH im Wert von 25 Milliarden US-Dollar abzuziehen, die sich seit Längerem im Smart Contract befinden.

Es gibt allerdings ein Problem. Die Kernentwickler von Ethereum, also die kleine Gruppe von Programmierern, die für Änderungen am Netzwerk verantwortlich sind, streiten sich darüber, wie und wann das Upgrade implementiert werden soll.

Ethereum wurde erst vor wenigen Monaten durch den Merge auf ein Proof-of-Stake-Konsensmodell umgestellt. Es war ein Ereignis, welches das Ethereum-Mainnet mit der Beacon Chain verschmolz. Eine vorläufige Proof-of-Stake-Version von Ethereum, die im Dezember 2020 eingeführt wurde.

Proof-of-Stake-Netzwerke ermöglichen es Nutzern, Geld einzuzahlen, um Validatoren zu werden. Dadurch helfen sie, Transaktionen auf der Blockchain zu authentifizieren. Im Gegenzug erhalten sie Belohnungen in Form von neu generierten Token, äquivalent zu den Minern bei einem Proof of Work Konzept.

Seit Dezember 2020 können die Nutzer ihre ETH staken und Belohnungen verdienen. Es war ihnen allerdings nicht möglich, diese gestakten ETH wieder abzuziehen, was auch die Beliebtheit relativ neuer Liquid-Staking-Projekte wie Lido erklärt. Doch jetzt, mit Shanghai am Horizont, werden die Nutzer schon bald in der Lage sein, auf diese Belohnungen und ihre ursprünglichen ETH-Einlagen zuzugreifen.

Wo ist aber das Problem?

Nach allem, was man hört, scheint Shanghai bis März startklar zu sein. Doch in letzter Zeit hat eine lautstarke Minderheit der Ethereum-Kernentwickler Bedenken geäußert. Sie fürchten, dass die Entwickler-Gemeinschaft das Upgrade aus Angst vor öffentlichen Repressalien zu schnell eingeführt. Ein Schritt, der sich zukünftig negativ auf das Netzwerk auswirken könnte. Micah Zoltu, einer dieser Kernentwickler kritisierte bei der gestrigen Telefonkonferenz:

Es kommt mir so vor, als würden wir nicht an die langfristige Gesundheit von Ethereum denken. Wir denken: ‚Wie können wir das tun, was die Öffentlichkeit heute will?‘

Damit bezieht sich Herr Zoltu auf die kürzlich getroffene Entscheidung, auf eine technische Anpassung an Shanghai zu verzichten. Er und rund 30 Kernentwickler des Netzwerks befürchten, dass die Entwickler-Gemeinschaft dadurch das Netzwerk unnötigen Risiken aussetzt, dessen Folgen für die kommenden Jahre bis Jahrzehnte nicht abzusehen sind.

Kurios dabei ist, dass diese Anpassung laut Schätzungen dieser Entwickler nur zwei bis vier Wochen zusätzlich in Anspruch genommen hätte. Denkt man daran, wie lange wir schon auf das ein oder andere Update haben warten müssen, ist das eigentlich eine mehr als hinnehmbare Verzögerung. Der Rest der Ethereum-Kernentwickler war aber scheinbar anderer Meinung. Sie waren nicht bereit, die Öffentlichkeit weiter warten zu lassen.

Bei solchen Aktionen sprechen Entwickler oftmals von „Technische Schulden“. Dieser Begriff bezeichnet zukünftige Arbeit oder Kopfschmerzen, die entstehen können, wenn Softwareentwickler der Geschwindigkeit der Veröffentlichung eines Produkts Vorrang vor perfektem Code geben.

Das kommende Ethereum-Update sei nicht weitsichtig genug

In diesem Fall beschlossen die Ethereum-Entwickler, ETH-Abhebungen nicht mit Simple Serialize (SSZ) kompatibel zu machen. Hierbei handelt es sich um eine flexible, moderne Kodierungsmethode, die von den Entwicklern als „die Zukunft der Ethereum-Kodierung“ bezeichnet wird. Statt SSZ verwendet Ethereum die rekursive Längenpräfix-Serialisierung (RLP). Also eine bereits seit längerem bestehende Kodierungsmethode, die möglicherweise ausläuft und in den Ruhestand versetzt wird. Der Unterschied ist zwar hochgradig technisch und scheinbar semantisch, doch befürchten einige, dass dies den Ethereum-Entwicklern in Zukunft unendliche Kopfschmerzen bereiten könnte.

Ein großer Teil der Ethereum-Kernentwickler hat zwar bereits seine Bereitschaft signalisiert, ETH-Abhebungen im Rahmen des Upgrades nach Shanghai, das „Cancun“ genannt wird, auf die neue Kodierungsmethode umzustellen. Dies würde jedoch immer noch bedeuten, dass alle Abhebungen, die zwischen Shanghai und Cancun initiiert wurden, mit der alten Methode kodiert worden wären. Und dank des unveränderlichen Ethereum-Ledgers könnte diese Aktivität, selbst wenn sie innerhalb weniger Monate stattfand, für immer auf der Blockchain von Ethereum Bestand haben.

Für die Entwickler von Ethereum könnte dies bedeuten, dass sie all diese Kodierungen von der alten Methode in die neue übersetzen müssen. Zweifelsohne ein mühsames Unterfangen. Darüber hinaus könnte die Diskrepanz, die dadurch entsteht, weiterreichende Auswirkungen haben. Matt Nelson, ein weiterer Kernentwickler von Ethereum, befürchtet diesbezüglich mit möglichen Problemen bei Abhebungen, Designproblemen oder anderweitigen Schwachstellen.

Der Streit zwischen den Kernentwicklern droht zu eskalieren

Tomasz Stańczak, ebenfalls ein Kernentwickler, widersprach diesen Bedenken allerdings. Er behauptet, es sei noch nicht einmal sicher, ob Ethereum vollständig auf die neue Kodierungsmethode SSZ umsteigen werde. Er erklärte:

Eine Verzögerung im Interesse eines langfristig besseren Netzwerks wäre sehr überzeugend. Aber diese spezielle Änderung wird Teil eines größeren Prozesses sein. Ein Prozess des Nachdenkens, der Gestaltung. Ich würde es vorziehen, dass wir das Ganze ganzheitlich betrachten und uns die nötige Zeit geben, um uns auf Cancun vorzubereiten.

Micah Zoltu hingegen geht sogar so weit, dass Argumente über die Ungewissheit der Zukunft von SSZ am Donnerstag möglicherweise in böser Absicht vorgebracht wurden. Für ihn ist es eine Tatsache, dass Ethereum seine Ausführungsschicht schließlich auf SSZ umstellen wird. Er schimpfte:

Code einzuführen, von dem wir wissen, dass er in naher Zukunft ersetzt werden wird, bedeutet, dass wir technische Schulden hinzufügen, die vermieden werden könnten.

Das wahre Problem liegt in der jüngsten Geschichte von Ethereum begraben

Warum also sind die meisten Entwickler von Ethereum so zögerlich, ein paar zusätzliche Wochen zu investieren? Vor allem, wenn dadurch eine unermessliche Menge an zukünftigem Ärger vermieden werden kann?

Für Nelson hat die Antwort viel mit der jüngsten Geschichte rundum den Merge zu tun. Ethereums Übergang zu Proof of Stake wurde erstmals vor über 5 Jahren diskutiert. In den darauffolgenden Jahren musste sich die Führung des Netzwerks regelmäßig vor verärgerten Investoren und Community-Mitgliedern für den langen Zeitplan des Upgrades rechtfertigen. Nachdem sich die Pläne für den Merge im Jahr 2021 konkretisierten, verschob sich der Starttermin des Upgrades aus technischen Gründen immer wieder, bis es im September 2022 schließlich zu der Veröffentlichung kam. Daher schlussfolgerte Nelson:

Ich denke, dass der aktuelle Zeitplan für Shanghai definitiv von der kritischen Betrachtung des Merge angetrieben wurde, das unzählige Male aus den richtigen Gründen verschoben und dadurch verzögert wurde.

Die Ethereum-Entwickler, so Nelson, zögern, erneut den Zorn der Massen auf sich zu ziehen. Das ist für ihn zum Teil verständlich. Schließlich wirkt sich Shanghai auf Gelder im Wert von zig Milliarden US-Dollar aus. Gelder, die weggesperrt sind und denen baldiger Freigang versprochen war.

Die Spannungen offenbaren damit die komplexe Dynamik zwischen den Kernentwicklern und der Rest der Community von Ethereum. Die Kernentwickler haben in erster Linie die Aufgabe einen möglichst fehlerfreien Code zu entwickeln. Immerhin weist ETH eine Marktkapitalisierung von 189 Milliarden US-Dollar auf und das ist eine Menge an Verantwortung. Allerdings können sie sich als Menschen dem öffentlichen Druck und Kritik nicht vollständig entziehen. Etwas, was hoffentlich nicht zu schwerwiegenden Fehlentscheidungen führt.


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